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Nicht eintreibbare Forderungen rentabel verkaufen und abtreten
Besonders kleine und mittelständische Betriebe, aber vermehrt auch Privatpersonen, kommen oftmals nur deshalb in finanzielle Schwierigkeiten, weil sie offene Forderungen haben. Die Zahlungsmoral hat sich hierzulande in den vergangenen Jahren sicherlich nicht verbessert, sondern es kommt eher immer häufiger vor, dass sich Schuldner entweder sehr lange Zeit mit der Begleichung einer Forderung lassen oder auch gar nicht zahlen wollen bzw. können. Hat ein Gläubiger mehrere offene Forderungen, die er zudem nicht eintreiben kann, so kann dies mitunter sogar zum eigenen finanziellen Ruin bzw. zur Insolvenz führen.



Es gibt jedoch als Ausweg eine Möglichkeit, wie der Gläubiger trotz einer anscheinend nicht eintreibbaren Forderung an sein Geld kommen kann. Und zwar ist dies möglich, weil es verschiedene Unternehmen oder mitunter auch Einzelpersonen gibt, die offene Forderungen ankaufen. Wie funktioniert ein solcher Ankauf von Forderungen, und welche Vorteile haben Käufer und Verkäufer eigentlich? Wer eine nicht einbringbare Forderung hat, der kann sich zunächst einmal einen Anbieter suchen, der sich mit dem Ankauf von Forderungen beschäftigt. Die betreffende Forderung wird dann offiziell vom bisherigen Gläubiger an den Käufer abgetreten, sodass dieser zum neuen Gläubiger wird. Im Gegenzug erhält der Verkäufer natürlich einen Geldbetrag vom Ankäufer der Forderung gezahlt. Dieser Geldbetrag entspricht allerdings fast nie dem eigentlichen Forderungsbetrag, sondern der gezahlte Betrag ist je nach Anbieter zwischen zehn bis 30 Prozent geringer. In der Folge wird der neue Inhaber der Forderung versuchen, die offene Forderung einzutreiben.

Er geht also durch den Ankauf der Forderung das Risiko ein, dass die Forderung weiterhin nicht eintreibbar ist. Grundsätzlich können sowohl der Käufer als auch der Verkäufer von einem Forderungsankauf bzw. einem Forderungsverkauf profitieren. Der Verkäufer der Forderung erhält zwar nahezu immer weniger als den offenen Forderungsbetrag, aber natürlich ist ein Abschlag von 10-30 Prozent immer noch besser, als wenn überhaupt kein Geldeingang verbucht werden kann. Zudem werden Forderungen meistens nur verkauft, wenn sie aus Sicht des Verkaufenden entweder uneinbringlich sind oder der Verkäufer dringend und schnell Geld benötigt. Auch der Käufer der Forderung verspricht sich natürlich von diesem „Geschäft“ einen Vorteil. Allerdings kommt der Vorteil in finanzieller Hinsicht nur dann zum Tragen, wenn der neue Gläubiger die Forderung auch einbringen kann. Ist dies nicht der Fall, stellt der Ankauf der Forderung ein Verlustgeschäft dar. Kann die Forderung hingegen eingebracht werden, hat der Ankäufer einen Gewinn in Höhe des Abschlages erzielt.

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