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Ohne Risiko im Ausland Geld anlegen
Anleger, die Teile ihres Vermögens nicht in Deutschland, sondern im Ausland anlegen möchten, beabsichtigen dies in aller Regel in der Hoffnung einer höheren Rendite. Grundsätzlich gilt für alle Anlageformen im In- und Ausland das Prinzip des Magischen Dreiecks: Keine Anlageform ist sowohl hinsichtlich der Liquidität, der Sicherheit und der zu erwartenden Rendite gleich lukrativ, die Qualität einer dieser drei Eigenschaften geht immer auf Kosten der beiden anderen. Zunehmend wird unter zusätzlicher Berücksichtigung der Versteuerung des Vermögens oder der Erträge auch von einem Magischen Viereck gesprochen.



Eine Geldanlage im Ausland kann sowohl direkt in Form einer Spareinlage oder weniger direkt durch das Zeichnen einer Anleihe erfolgen. Auch der Erwerb von Aktien ausländischer Unternehmen kann eine lukrative Auslandsanlage darstellen.

Anleihen werden von Geldinstituten, von Unternehmen oder von staatlicher Seite aufgelegt. Die Zinskupons weisen mitunter eine erheblich höhere Zinsrate auf, als die zurzeit im Euroraum denkbar ist. Anleger müssen sich allerdings bewusst sein, das im Falle einer Insolvenz des Begebers der Anleihe, des Unternehmens oder auch des Staates, in der Regel ein Totalverlust des Anlagebetrages für den Anleger entsteht. Ein Mindestmaß an Sicherheit und Schutz vor Insolvenz erhält ein Anleger dadurch, dass er nur in Unternehmen oder Körperschaften investiert, die von den großen internationalen unabhängigen Rating-Agenturen mit einem erstklassigen Rating eingestuft worden sind. Ein solches Rating ist keine Garantie auf sichere Rückzahlung des Anlagebetrages, trennt jedoch auf den ersten Blick die Spreu vom Weizen.

Kein Anleger sollte sich jedoch von hohen Zinssätzen allein verführen lassen. Selbst wenn der Anleihe-Begeber als sicher gilt, können durch das Wechselkursrisiko zwischen der Anlagewährung und dem Euro hohe Verluste entstehen. Wird beispielsweise ein Anlagebetrag in ungarischen Forint mit 12% verzinst und hat der Forint zum Zeitpunkt der Rückzahlung gegenüber dem Euro 25% verloren, erleidet der Gläubiger einen spürbaren Verlust.

Das Währungsrisiko kann auch bei Bareinlagen auf ausländischen Konten nie ganz ausgeschlossen werden. Als sichere Währungen gelten neben dem Euro der Schweizer Franken, aber auch der russische Rubel wegen der Energiereserven des Landes, der Singapur-Dollar aufgrund der enormen Währungsreserven des Stadtstaates und der chinesische Renminbi. In der Praxis kommt für die meisten europäischen Anleger nur der Franken in Frage. Traditionell ist die Verzinsung von Sparbeträgen in der Schweiz jedoch sehr niedrig und wie sich der Franken gegenüber dem Euro entwickelt, ist nie genau vorherzusehen.

Aktien sind eine einfache Alternative, im Ausland zu investieren. Sind sie jedoch an einer Börse notiert, die außerhalb des Euroraums liegt, kann das Währungsrisiko beim Verkauf des Aktienpostens alle Kurs- und Dividendengewinne schnell wieder auffressen.

Anleger, die eine Anlage im Ausland ohne Währungsrisiken suchen, können auf währungsgesicherte Aktienfonds oder Zertifikate zurückgreifen, so genannte Quanto-Fonds oder Quanto-Zertifikate. Diese werden in Euro ausgegeben, obwohl sie in internationale Papiere und Unternehmen investieren. Quanto-Zertifikate beziehen sich auf Aktien, auf Anleihen als auch auf Rohstoffe.

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