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Raus aus den Schulden - die ersten Schritte bei Überschuldung
Etwa fünf Millionen Menschen in Deutschland sind überschuldet. Die Gründe für die zunehmende Überschuldung der deutschen Haushalte sind vielfältig. Damit ihnen geholfen werden kann, gibt es immer mehr Schuldnerberatungen, die weiter helfen, wenn man alleine nicht aus der Schuldenfalle heraus findet.



Durch die Möglichkeit, bargeldlos zu zahlen, verliert man schnell den Überblick über seine Finanzen. Meist hat man mehrere Kreditkarten und "zahlt" mit denen seine Rechnungen, und erst beim nächsten Kontoauszug wird klar, wie viel man eigentlich ausgegeben hat. Die Zinsen für Dispositionskredite sind zudem sehr hoch und schlagen noch zusätzlich zu Buche. Vor allem bei jüngeren Leuten tragen häufig auch die hohen Kosten für Handygebühren und Flatrates zum Schuldenberg bei. Kaufen von teuren Markenprodukten, weite Urlaubsreisen, schicke Autos, aber auch die allgemeinen Lebensrisiken wie Scheidung, Arbeitslosigkeit und Krankheit führen bei immer mehr Menschen zu immer größeren Schuldenbergen.

Viele schwarze Schafe sehen da ihre Chance und bieten ungeniert sogenannte unbürokratische Hilfe an, ohne Schufaauskunft und natürlich mit horrenden Zinsen. Auch wenn man versucht sein sollte, auf diese Weise wenigstens kurzfristig die quälendsten Schulden los zu werden, sollte man sich auf solch unseriöse Angebote nicht einlassen.

Zuerst einmal sollte man sich eine Liste aller Einnahmen und Ausgaben erstellen

Auf die Einnahmenseite gehören der Verdienst oder die Rente sowie eventuelle Einnahmen aus Vermietung und Kapitalvermögen und staatliche Zuschüsse wie Kindergeld und Wohngeld.

  • Vielleicht besitzt man auch Luxusgegenstände wie Schmuck, ein teures Auto und wertvolle Mediageräte, deren Verkauf sich lohnen würde.
  • Wenn es möglich ist, kann man seine Einnahmen etwas aufstocken durch kleine Nebenverdienste, etwa einen Minijob
  • Hat man Kapitalvermögen, lohnt es sich, auszurechnen, ob es sinnvoll ist, einen Teil davon aufzulösen, um es für den Schuldenabbau zu verwenden.


Auf der Ausgabenseite erfasst man die Kosten für Lebensmittel, wichtige Haushaltsartikel, Miete, Strom, Heizung, Wasser und die übrigen Hausbetriebskosten. Wichtig sind auch alle Versicherungen, wie Hausratsversicherung, Lebensversicherung, private Rentenversicherung usw. Dann muss man anfangen, wirklich Monat für Monat aufzuschreiben, wie viel man für die diversen Artikel ausgibt und radikal Einsparungen vornehmen.

  • Nahrungsmittel und andere lebensnotwendige Güter sollte man besser beim Discounter kaufen
  • Telefonate mit dem Handy drastisch einschränken
  • auf modischen Schnickschnack verzichten
  • geplante Anschaffungen, die nicht unbedingt nötig sind, auf später verschieben
  • Möglicherweise hat man auch überflüssige oder zu teure Versicherungsverträge abgeschlossen und kann durch Kündigung oder Wahl eines anderen Anbieters Kosten einsparen
  • zur Not sollte man auch daran denken, in eine preiswertere Wohnung zu ziehen.


Man sollte natürlich auch das Gespräch mit den Gläubigern suchen, um auf diese Weise vielleicht eine Stundung der Schulden zu erwirken.

Wenn durch all diese Selbsthilfemaßnahmen trotzdem der Schuldenberg nicht abgebaut werden kann, sollte man sich den kostenlosen Schuldnerberatungen anvertrauen. Es dauert meist eine Weile, bevor man einen Termin bekommt, aber dafür ist man dann bei diesen Fachleuten auch in guten Händen.

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