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Rendite beim Handel von Rohstoffen mit CFDs
Es gibt bekanntlich einige Möglichkeiten, auf welche Art und Weise man mit Rohstoffen handeln kann bzw. in Rohstoffe investieren kann. Neben den Aktien (Rohstoffaktien), bestimmten Zertifikaten und Fonds stehen auch die so genannten CFDs zur Verfügung, um unter anderem auch in die Preisentwicklung bestimmter Rohstoffe investieren zu können. Neben den Warentermingeschäften in Form von Futures, zählen die CFDs allerdings zu den spekulativsten Finanzprodukten überhaupt, mittels derer man in Rohstoffe investieren kann. CFD bedeutet übrigens ausgeschrieben Contract For Difference und ist die englische Fachbezeichnung für einen Differenzenkontrakt. Da man Rohstoffe nicht in physischer Form erwerben kann, ist das Investment in CFDs sogar die direkteste Möglichkeit, wie man überhaupt in Rohstoffe wie Rohöl oder Weizen investieren kann.



Wie aber genau funktioniert das Investment in Rohstoffe in Form der CFDs und welche Chancen und Risiken beinhalten diese Art der Geldanlage, die man schon vielmehr als Spekulation bezeichnen muss? Die Konstruktion CFD als solche ist relativ einfach und transparent, vor allen Dingen auch im Vergleich zu Zertifikaten, mittels derer man zwar auch in Rohstoffe investieren kann, aber dort sind die Bedingungen oft komplizierter und es gibt viele Unterschiede zwischen den verschiedenen Typen von Zertifikaten. CFDs hingegen funktionieren immer nach dem selben Prinzip. Zunächst gibt es einen bestimmten Basiswert auf den sich der Contract For Difference bezieht, beispielsweise das Rohöl als Rohstoff. Ein CFD verbrieft hier beispielsweise das Recht, einen Barrel Rohöl zu erwerben, demzufolge entspricht der Preis dieses CFDs auch dem aktuellen Preis für ein Barrel Rohöl. Natürlich kann ein CFD sich auch auf eine andere Mengeneinheit beziehen. Entscheidend ist jedoch, dass die Preissteigerung und natürlich auch die Preissenkung beim Rohöl oder anderen Rohstoffen, auf welche sich der jeweilige CFD bezieht, sich im gleichen Verhältnis auf den Preis des CFD's auswirkt. Steigt also der Rohöl-Preis um zwei Prozent, so steigt auch der Preis des entsprechenden CFD um zwei Prozent. Gleiches gilt für eine Preissenkung im selben Maße. Wenn aber nun der Preis / Kurs der CFDs, die übrigens über einen CFD Broker oder über einen Forex Broker gekauft und verkauft werden können, im gleichen Verhältnis steigt oder fällt wie beim Basiswert Rohöl, wieso sind dann beim Investment in CFDs so extrem hohe Gewinne möglich und wieso ist das Verlustrisiko ebenfalls so groß?

Die Antwort auf diese Frage ist der Hebel, auch unter der Bezeichnung Leverage bekannt. Dieser Hebel ist im Grunde ein Kredit, den man als Kunde vom CFD Broker oder auch vom Forex Broker bekommt. Dieser Kredit ist um ein Vielfaches höher als das Kapital, welches man als Eigenkapital in den Handel mit den CFDs einbringen möchte. Mitunter kann das geliehene Kapital sogar bis zum 400-fachen Wert des Eigenkapitals reichen, welches man in der Fachsprache dann übrigens als Margin oder Sicherheitsleistung bezeichnet. Der Hebel und das so erhaltene Kapital sorgen nun dafür, dass man als Anleger bei einem Preisanstieg des jeweiligen Rohstoffes um zwei Prozent nicht nur diese zwei Prozent als Gewinn verbuchen kann, sondern je nach Höhe des Hebels zwischen 20 und 800 (!) Prozent. Sollte der Preis sich allerdings entgegen den Erwartungen des Anlegers entwickeln, kann ein Totalverlust des Eigenkapitals auch sehr schnell die Folge sein. Das Investment in Rohstoffe über den Weg der Contracts For Difference ist also nur für sehr spekulativ eingestellte Anleger die „richtige“ Alternative zu den anderen Möglichkeiten, wie man in Rohstoffe investieren kann.

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