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Renditevergleich zwischen Fonds und Tagesgeld
Im Allgemeinen wird es oftmals so dargestellt, dass das Tagesgeld vor allem sehr sicher ist und beim Investment in Fonds vor allem eine gute langfristige Rendite im Vordergrund steht. Kommt man beim Tagesgeld auf die Verzinsung zu sprechen, so wird diese oftmals als eher unter dem Durchschnitt liegend bezeichnet. Das liegt zum einen daran, dass extrem sichere Anlageformen fast immer eine relativ geringe Verzinsung aufweisen können und zum anderen ist das auf dem Tagesgeldkonto deponierte Geld auch noch täglich verfügbar.



Die Bank muss den Kontobestand also im Grunde jeden Tag zur Verfügung bereit halten. Was jedoch beim Rendite-Vergleich zwischen Fonds und Tagesgeld oftmals vergessen wird sind die Gebühren, die im Zusammenhang mit den Fonds fast immer anfallen. Denn die Rendite beinhalten natürlich nicht nur die Verzinsung bzw. die Erträge auf der einen Seite, sondern auf der anderen Seite müssen selbstverständlich anfallende Kosten mit eingerechnet werden. Insofern kann auch bei einem „echten“ Renditevergleich zwischen Fonds und Tagesgeld Erstaunliches heraus kommen. Hier kommt es natürlich auch darauf an, welche Art von Fonds man mit dem Tagesgeld vergleicht. Denn vom Ertrag her liegen zum Beispiel Geldmarktfonds und Tagesgeld ohnehin bereits nahezu gleichauf, ohne die Gebühren mit einzubeziehen. Somit kann man hier festhalten, dass es sehr gut möglich ist, dass das Tagesgeld eine höhere Rendite als der Geldmarktfonds aufweisen kann – was aber natürlich stets individuell verglichen werden muss. Ein Vergleich mit einem Rentenfonds ist recht schwierig, zumindest in verallgemeinernder Weise, weil es ganz unterschiedliche Arten von Rentenfonds gibt. Wie ein konkreter Vergleich zwischen einem Tagesgeld und beispielsweise einem Aktienfonds, der in DAX-Werte investiert aussehen könnte, soll im nachfolgenden Beispiel verdeutlicht werden.

Verglichen werden im Beispiel ein Tagesgeld-Angebot, welches einen derzeit (August 2010) realistischen Zinssatz von zwei Prozent beinhaltet und ein der zuvor erwähnte Aktienfonds mit Basis DAX-Werte. Wichtig für einen Vergleich ist es zudem, dass man die Anlagedauer bestimmt. Diese soll im Beispiel bei drei Jahren liegen. Beim Tagesgeld ist die Verzinsung von zwei Prozent auch gleichzeitig die Rendite, denn die Zinsgutschrift erfolgt jährlich (keine Zinseszinsen) und es fallen keine Gebühren rund um das Tagesgeldkonto an. Beim Aktienfonds sieht das etwas anders aus. Angenommen wird hier ein Jahresertrag (positive Wertentwicklung der Fondsanteile) von zunächst einmal sechs Prozent. Der Fonds beinhaltet einen Ausgabeaufschlag beim Kauf der Anteile von 5,00 Prozent und jährlich wird eine Managementgebühr von 1,50 Prozent berechnet. Rechnet man nun Ertrag und die erwähnten Gebühren auf ein Jahr um, so ergibt sich daraus eine Rendite von rund 2,8 Prozent pro Jahr. Der Aktienfonds weist also bezogen auf drei Jahre nur eine um 0,8 Prozent höhere Rendite als das Tagesgeld auf – sicherlich für Viele erstaunlich.

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