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Risiken und Auswirkungen der Deflation und Inflation auf Geldanlagen
Wenn es um die Rendite von Geldanlagen geht, dann spielen sehr viele Faktoren eine wichtige Rolle. Denn diverse Daten, Zahlen und Entwicklungen haben einen direkten oder auch einen indirekten Einfluss auf die Rendite einer Kapitalanlage. Zu diesen Einflussfaktoren gehört auf jeden Fall unter anderem die Inflation. Aber auch das Gegenteil, die Deflation, hat einen Einfluss auf die Rendite von diversen Geldanlagen. Wenn man die Auswirkung von Deflation und Inflation untersuchen möchte, dann lässt sich dies am besten anhand zweier Anlageformen erläutern, nämlich anhand der Tagesgeldanlage und anhand von Aktien. Diese Anlageformen sind allerdings nur zwei Beispiele, denn im Grunde wirken sich Inflation und Deflation auf nahezu jede Form der Geldanlage auf die eine oder andere Art und Weise aus.



Die Inflation ist sicherlich auch heute noch eine gefürchtete Entwicklung, auch wenn eine Deflation für die Wirtschaft eigentlich die deutlich schlimmeren Folgen hätte. Die Inflation wird auch als Geldentwertung bezeichnet, denn weil die Preise steigen, reduziert sich der Wert des Geldes. Der Verbraucher muss bei einer inflationären Entwicklung also für das gleiche Gut mehr Geld als zuvor aufwenden, wenn er dieses kaufen möchte. Im Finanzbereich führt eine Inflation ab einem gewissen Grad dazu, dass die Europäische Zentralbank die Leitzinsen erhöhen muss. Denn da bei der Inflation „zu viel“ Geld im Umlauf ist, da zum Beispiel sehr viele Kredite vergeben werden, muss die EZB durch die Zinserhöhung und die damit verbundene Verteuerung von Darlehen versuchen, dass dem Markt Geld entzogen wird. Im Anlagebereich geschieht dieser „Geldentzug“ dadurch, dass die Banken ihre Anlagezinsen erhöhen, also zum Beispiel die Tagesgeldzinsen.

Eine Inflation führt also meistens zu einer steigenden Rendite bei verzinslichen Geldanlagen. Aber auch die Nachfrage nach krisensicheren Investments wie Gold oder Immobilien wird bei einer stärkeren Inflation größer, sodass auch hier die Renditen steigen. Negativ ist eine Inflation hingegen oftmals für Aktien. Denn aufgrund der höheren Zinsen schichten viele Anleger ihre Gelder um, indem Aktien verkauft und vermehrt in verzinsliche Anlageformen investiert werden. Die Deflation müsste im Grunde genau die gegenteiligen Auswirkungen auf die jeweiligen Anlageformen haben. Denn bei der Deflation muss die EZB die Leitzinsen senken, damit mehr konsumiert und investiert werden kann. Die Kredite müssen also preiswerter werden. In dem Zusammenhang werden die Banken dann auch ihre Anlagezinsen senken, sodass die Rendite bei den verzinslichen Anlageformen sinkt. Das wiederum führt dazu, dass Anleger vermehrt in Aktien oder andere Wertpapiere und Geldanlage investieren, die keine Zinsen als Ertragsart haben.

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