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Risikobewertung von Auslandsanleihen
Viele Anleger investieren ihr Kapital in Anleihen, weil diese insgesamt als relativ sichere Anlage angesehen werden. Dass jedoch keineswegs davon ausgegangen werden darf, dass jede Art von Anleihe sehr sicher ist, zeigen in jüngster Vergangenheit zum Beispiel die griechischen Staatsanleihen. Hier müssen Anleger sehr um ihr Geld fürchten, obwohl diese Anleihen kein Währungsrisiko haben und von einem Staat emittiert wurden, der eigentlich als sehr sicherer Emittent gilt. Am Beispiel der griechischen Staatsanleihen lässt sich auch sehr gute eine spezielle Art von Anleihen erläutern, nämlich die Auslandsanleihen.



Mit dem Begriff Auslandsanleihe werden hierzulande all diejenigen Rentenpapiere bezeichnet, die nicht von einem deutschen Unternehmen oder dem deutschen Staat emittiert worden sind. Stattdessen sind ein Staat oder ein Unternehmen der Emittent der Auslandsanleihe, die im Ausland „ansässig“ sind. Neben der Tatsache, dass der Emittent im Ausland ist, zeichnen sich die Auslandsanleihen ansonsten nicht zwingend durch besondere Eigenschaften aus. Allerdings wird von Seiten der Anlageberater und Banken oftmals zur besonderen Vorsicht aufgerufen, wenn in eine Auslandsanleihe investiert werden soll. Ein Grund für diese besondere Vorsicht ist das erhöhte Emittentenrisiko, welches viele Auslandsanleihen mit sich bringen. Dieses erhöhte Emittentenrisiko zeigt sich auf klassische Weise ebenfalls derzeit bei den Staatsanleihen aus Griechenland, die Auslandsanleihen sind. Denn im Vergleich zum deutschen Staat, der ebenfalls als Emittent von Inlandsanleihen am Markt auftritt, ist das Emittentenrisiko von Griechenland deutlich höher. Dass bedeutet zwar nicht zwangsläufig, dass alle Auslandsanleihen ein höheres Risiko als Inlandsanleihen haben, zumal auch Unternehmen Anleihen emittieren, aber je nach Emittent sollten sich Anleger bei den Auslandsanleihen ganz besonders genau über dessen Bonität informieren.

Informationen über die Bonität kann man durch das Rating bekommen, mit dem fast alle größeren Emittenten von den Rating Agenturen bewertet werden. Neben dem vielleicht erhöhten Emittentenrisiko kann es bei Auslandsanleihen aber noch ein zweites Risiko geben, was man bei inländischen Anleihen zu 99 Prozent nicht vorfindet. Gemeint ist das Währungsrisiko, welches bei allen Auslandsanleihen auftritt, die gleichzeitig auch Fremdwährungsanleihen sind. Und zwar werden diejenigen Auslandsanleihen als Fremdwährungsanleihen bezeichnet, die nicht in Euro emittiert werden. Der Emittent befindet sich dann also meistens in einem Staat außerhalb der Eurozone. Das kann natürlich auch auf Ländern innerhalb Europas zutreffen, wie zum Beispiel die Schweiz oder Großbritannien. Verringert sich der Wert dieser fremden Währung zum Euro zwischen dem Kauf und dem Verkauf der Anleihe durch den Anleger, so erleidet dieser Währungsverluste.

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