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Schnelles Geld verdienen durch Handeln an der Börse?
Wir leben in einer Gesellschaft, in der materieller Wohlstand nicht nur notwendig, sondern gesellschaftlich hochgradig anerkannt und deshalb von den meisten Menschen gleichsam begehrt ist. Der Aufbau eines privaten Vermögens, der Wunsch, "es im Leben zu etwas zu bringen" ist in unseren Köpfen ein absolut fest verwurzelter Gedanke. Gerade in der heutigen Zeit, in der es vielen Menschen immer schwerer fällt, dauerhaft wirtschaftlich zu überleben, ist dieser Wunsch enorm stark ausgeprägt. Mit welchen Methoden dieses Ziel erreicht wird, wie man also sein Geld am gewinnbringendsten anlegt, ist dabei die Fragen aller Fragen.



Viele Menschen sind der Meinung, dass die Börse eine der besten Möglichkeiten darstellt, sein Geld möglichst stark zu vermehren. Das mag auch richtig sein, oft wird aber vergessen, dass die Börse auch keine Gelddruckmaschine ist - all das Geld, was einer gewinnt, muss ein anderer Anleger zusetzen. Wenn also unerfahrene Anleger an die Börse gehen und der Meinung sind, dass sie mit dem Kauf irgendeiner x-beliebigen Aktie ihr Geld innerhalb kürzester Zeit enorm vermehren können, dann ist das eine absolut leichtsinnige und gefährliche Annahme. Wozu dieses Handeln führen kann, haben die Anleger auf eindrucksvolle Weise in den Jahren 2000/2001 gesehen, als die Börsenblase des "Neuen Marktes" geplatzt ist und viele Menschen ihr gesamtes Kapital verloren haben. Das Problem war hier, dass unerfahrene Anleger jedes Unternehmen, dass sich "StartUp" nannte und eine interessante Geschäftsidee präsentierte in solch unvorstellbare Kurshöhen katapultiert haben, dass der Aktienkurs in keiner Relation mehr zu den Gewinnen des Unternehmens stand - auf Dauer ein ungesundes Verhältnis.

Noch wesentlich spekulativer als der Kauf reiner Aktien ist der Kauf von Derivaten oder sogar CFDs (Contract for Difference). Beide Anlageformen arbeiten nämlich mit einem so genannten "Hebel", was bedeutet, dass man durch das Ansteigen des zugrunde liegenden Aktienkurses ein zigfaches dessen verdient, was man über den Kauf der Aktie alleine verdienen könnte. Wenn aber der Kurs sinkt, kann man bei Derivaten auch alles verlieren. Bei CFDs ist es sogar noch schlimmer: Hier kann der Anleger das zigfache dessen verlieren, was er eingesetzt hat und ist in diesem Fall voll nachschusspflichtig.

Der Hinweis auf die möglichen Gefahren soll aber den Spaß an der Börse nicht trüben. Mit Sicherheit ist es richtig, dass man an der Börse sehr gut Gelder anlegen kann und diese sich langfristig oft auch enorm mehren, wichtig aber ist, dass man stets nicht zu viel Risiko eingeht und/oder zu gierig wird. Gier ist stets der Anfang vom Ende, auch an der Börse.

Wer das erste Mal Gelder an der Börse anlegt, der sollte sich am Anfang von Aktien fernhalten und sich lieber von einem Fachmann ausgiebig auf dem Gebiet der Investmentfonds beraten lassen. Hier wird das Geld professionell gemanagt und die Gefahr, einen großen Verlust zu erleiden, sinkt, im Vergleich zur Direktanlage in einem Aktienwert, deutlich.

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