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SEPA als neues europäisches Zahlungssystem
Wer als Verbraucher in Deutschland am Zahlungsverkehr teilnehmen möchte, der benötigt zunächst einmal ein Girokonto, welches bei den meisten Banken problemlos eröffnet werden kann. Innerhalb des Landes gibt es in diesem Bereich wenige Probleme, denn der Zahlungsverkehr ist in Deutschland einheitlich gestaltet. Anders stellt sich die Situation jedoch dar, wenn man als Verbraucher beispielsweise in ein anderes Land überweisen möchte. Zwischen den zahlreichen europäischen Staaten gibt es nämlich teilweise große Unterschiede im Bereich der Zahlungssysteme, sodass bisher keinesfalls von einem einheitlichen Zahlungssystem im Bereich der Europäischen Union gesprochen werden konnte.



Dies soll sich jetzt allerdings ändern, denn seit dem 1. Februar 2014 tritt das sogenannte SEPA als neues europäisches Zahlungssystem in Kraft. Es handelt sich bei SEPA um ein Zahlungssystem, welches in erster Linie gewährleisten soll, dass der Zahlungsverkehr innerhalb der Staaten in Europa vereinheitlicht wird. Für Verbraucher soll dies dazu führen, dass Zahlungen auch in andere europäische Länder schneller und in gewissem Sinne auch sicherer abgewickelt werden können. Während viele Änderungen im Finanzbereich in der Vergangenheit oftmals für den Kunden eher theoretischer Natur waren, wird jeder Bankkunde die Neuerungen, die SEPA beinhaltet, definitiv am eigenen Leib spüren. Eine gravierende Änderung besteht nämlich darin, dass bei Überweisungen zukünftig nicht Kontonummer und Bankleitzahl des Empfängers angegeben werden müssen, sondern die Angabe des IBAN wird zur Pflicht. Der IBAN ist in dem Sinne eine „einheitliche“ Nummer, sodass zukünftig jeder Kontoinhaber über diese Nummer verfügen muss, unabhängig davon, ob er selbst Überweisungen vornehmen möchte oder nur Gutschriften erhält.

Mit dem IBAN muss sich also auch jeder deutsche Bankkunde eine neue Nummer merken, wobei die Kombination aus Zahlen und Buchstaben zu mehr als 80 Prozent ohnehin aus bereits bekannten Nummern besteht, nämlich aus der eigenen Kontonummer sowie der Bankleitzahl. Hilfreich ist sicherlich zu wissen, wie der IBAN im Detail aufgebaut ist. Die ersten zwei Buchstaben des IBAN stehen für das Land, in dem die jeweilige Bank ihren Hauptsitz hat. Somit fängt der IBAN bei allen deutschen Kreditinstituten mit den zwei Buchstaben „DE“ (Deutschland) an. Bei den nächsten zwei Ziffern handelt es sich um eine Prüfziffer, durch die gewährleistet werden soll, dass möglichst keine fehlerhaften Überweisungen auf eine nicht existierende oder falsche Kontonummer stattfinden. Bei den weiteren Ziffern handelt es sich aufeinanderfolgend um die Bankleitzahl sowie die Kontonummer des jeweiligen Kontoinhabers bzw. Zahlungsempfängers. Soll eine Überweisung ins Ausland vorgenommen werden, so kann es neben dem IBAN ferner notwendig sein, einen sogenannten BIC-Code anzugeben. Durch diesen BIC-Code kann sich jedes Kreditinstitut weltweit identifizieren, denn jede Bank besitzt einen speziellen Code.

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