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Staatliche Förderung bei Riester-Rente nutzen
Wer im Alter gut versorgt sein will, sollte neben seinen Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung zusätzlich einen sogenannten Riestervertrag abschließen. Denn vor einigen Jahren erklärte der damalige Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung Walter Riester, dass die Renten von Arbeitnehmern mit rentenversicherungspflichtigem Einkommen nicht mehr sicher sind. Genauer gesagt, wird die Rentenlücke im Alter größer sein als bisher angenommen. Aus diesem Grunde hat der Staat ein Rentenmodell entwickelt, das diese Lücke abfangen soll. Diese Riesterrente setzt sich aus privaten Beiträgen des Versicherten und staatlichen Zulagen zusammen.



Jeder Versicherte erhält ab diesem Jahr eine jährliche, staatliche Zulage von 154 €, für jedes Kind, für das er Kindergeld erhält, zusätzlich 185€. Der Versicherte selbst muss, um die vollen Zulagen zu bekommen, vier Prozent seines Bruttoeinkommens des Vorjahres aufbringen abzüglich der staatlichen Zulagen, allerdings mindestens 60€ pro Jahr. Die Vorteile dieses Vorsorgesystems liegen klar auf der Hand: Der Staat zahlt mit, die Beiträge werden verzinst bzw. sind zumindest sicher, 30 Prozent des Kapitals können auf Wunsch bei Rentenbeginn auf einen Schlag ausgezahlt, auch bei Arbeitslosigkeit kann weiter „geriestert“, es kann sogar ausgesetzt werden - z.B. bei vorübergehender Selbständigkeit - und im Falle von Hartz IV bleibt dieses Vermögen unangetastet. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass man die eingezahlten Beiträge von der Steuer als Sonderausgaben absetzen kann. Das klingt einfach und viel versprechend. Die Möglichkeiten zu „Riestern“ sind aber ebenso vielfältig wie unübersichtlich. Deshalb stellt sich nun die Frage, wer bietet die Riesterrente an und wer bringt Licht im Riester-Dschungel? Die Frage nach Riesterrenteanbietern lässt sich nicht in einem einzigen Satz beantworten, denn schon allein die Produktwahl kann entscheidend für das finanzielle Auskommen im Alter sein. Im Wesentlichen gibt es vier unterschiedliche Anlageformen, die am Vertragsende zu unterschiedlichen Renditen führen und auch je nach Anbieter völlig unterschiedlich hoch oder niedrig ausfallen können. Banken, Investmentgesellschaften und Versicherungsgesellschaften bieten Riesterverträge an. Anhand der Anbieter kann man schon erraten, welche Produkte derzeit auf dem Markt sind, nämlich Banksparpläne, Fondssparpläne, Rentenversicherungen und Fondspolicen. Einige Banken bieten Banksparpläne mit vorhersehbaren Renditen und sehr geringen Nebenkosten an. Riesterbanksparpläne gelten als flexibel und sehr sicher. Sie eignen sich für Sparer, die einmal ein Haus finanzieren wollen, denn diese können die Sparpläne beleihen oder für ältere Sparer.

Allerdings sind es nur wenige, lokale Banken, die solche Verträge abschließen. Diese nehmen aber auch ortsfremde Kunden unter Vertrag. Aufgrund unterschiedlicher Zinsversprechen sollten die Angebote sorgfältig geprüft werden. Fondssparpläne werden von Investmentgesellschaften angeboten. Die Renditechancen werden hier am höchsten eingeschätzt, vor allem für junge Sparer. Schon beim Start haben einige Fonds schöne Gewinne eingefahren und locken zunächst mit lukrativen Renditevoraussagungen. Wie sich die Fonds aber zukünftig entwickeln werden, kann man schwerlich vorhersagen. Dennoch gilt auch bei dieser Anlageform, dass alle eingezahlten Beiträge erhalten bleiben, denn die Fondsgesellschaft bürgt für das eingezahlte Kapital und die staatlichen Zulagen. Die Fondsgesellschaften behalten sich allerdings auf jede Zahlung einen üblichen Ausgabeaufschlag ein. Die Riesterrentenversicherung ist derzeit das beliebteste Anlageprodukt. Bei der Riesterrentenversicherung wird schon bei Vertragsabschluss eine Mindestrente garantiert. Neben einer gesicherten Verzinsung von derzeit 2,25 Prozent wird der Versicherte auch an Unternehmensüberschüssen beteiligt, deren Höhe wiederum nicht garantiert ist. Zudem verlangen die Versicherungen unterschiedlich hohe Abschlusskosten, die vor allem in den ersten fünf Jahren fällig werden. Verwaltungskosten werden über die gesamte Laufzeit erhoben. Relativ neu auf dem Markt sind die von Versicherungsgesellschaften herausgegebenen Fondspolicen. Durch die staatlich geförderte Riesterrente bieten Fondspolicen die Sicherheit, ohne Risiko zu spekulieren. Aber gerade aus diesem Grund sind hier die Verwaltungskosten am höchsten, denn die Riester-Fondspolice muss wegen der Beitragsgarantie im Vorhinein schon hoch kalkuliert werden. Es fließt nur ein Teil der Anlage in den Fonds. Von daher sind die Fondspolicen die unattraktivste Anlageform in Verbindung mit einem Riestervertrag.

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