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Steueroptimierte Geldanlagen
Im Bereich Geldanlagen spielt für die meisten Anleger eine gute Rendite und eine hohe Sicherheit der Anlage die wichtigste Rolle. Besonders bei den etwas vermögenderen Kunden ist es aber auch so, dass die jeweiligen Geldanlagen danach ausgewählt werden, wie sich deren Rendite nach Steuern darstellt. Bis vor einiger Zeit gab es noch eine Vielzahl so genannter steueroptimierter Geldanlagen, die vom Anleger natürlich auf legale Art und Weise genutzt werden konnte.



Bis dahin konzentrierten sich diese Anlagen vor allen Dingen auf steuerfreie Kursgewinne, wie zum Beispiel im Bereich der Anleihen die Zero-Bonds oder auch im Aktien- und Fondsbereich. Wer die jeweiligen Wertpapiere dort mindestens ein Jahr hielt, konnte den Kursgewinn steuerfrei vereinnahmen. Seit der Einführung der Abgeltungssteuer gibt es allerdings keine steuerfreien Kursgewinne aus Spekulationsgewinnen mehr, unabhängig von der Haltedauer der Papiere. Aus diesem Grunde kommen faktisch alle Anleihen, Aktien, offenen Fonds und auch alle Derivate nicht mehr als Anlage in Frage, wenn man vor allem eine steueroptimierte Geldanlage wünscht. Steueroptimierte Geldanlagen findet man heutzutage im Grunde nur noch in zwei Bereichen vor, nämlich bei Schiffsfonds und bei einigen Geldanlagen im Ausland. Die Schiffsfonds fallen in die Sparte der geschlossenen Fonds und zeichnen sich durch eine besondere Methode zur Gewinnermittlung aus, die letztendlich auch dafür verantwortlich ist, dass die Schiffsfonds und anderweitige Schiffsbeteiligungen heute als „die“ steueroptimierte Geldanlage schlechthin gelten. Der Grund für den sehr hohen steuerfreien Anteil der zu erzielenden Erträge ist, dass bei den Schiffsfonds der Gewinn in Form der so genannten Tonnagesteuer berechnet wird.

Diese Gewinnermittlungsmethode führt dazu, dass oftmals bis zu 99 Prozent der erzielten Erträge des Fonds steuerfrei für den Anleger sind. Daher ist die Rendite nach Steuern nahezu identisch mit der Rendite vor der Steuer. Der Nachteil an Schiffsfonds besteht allerdings im relativ hohen Anlagerisiko. So mussten in den letzten zwei Jahren beispielsweise mehr als 110 Schiffsfonds weltweit Insolvenz anmelden. Neben den Schiffsfonds sind auch einige Geldanlagen im Ausland, natürlich legale Anlagen, als steueroptimiert zu bezeichnen. Der Grund ist hier, dass Deutschland mit vielen Staaten ein Doppelbesteuerungsabkommen hat. Da die Besteuerung von Kapitalerträgen in manchem Ländern günstiger (niedriger) als in Deutschland ist, und aufgrund des Abkommens die Erträge nicht selten darum nur im Ausland versteuert werden müssen, kann der Anleger auf diese Weise eine höhere Rendite nach Steuern erzielen, als wenn die Anlage im Inland erfolgt wäre. Meistens handelt es sich dabei allerdings um Nicht-EU-Länder, sodass hier wiederum das Währungsrisiko als zusätzliches Risiko beachtet werden sollte.

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