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Strategien zum erfolreichen Rohstoffhandel
In kaum einem anderen Bereich der Geldanlage ist es wohl so schwer, außer beim Devisenhandel, eine gute Strategie zu entwickeln, wie es im Bereich des Handels mit Rohstoffen der Fall ist. Neben einigen Rohstoffen wie Gold oder Silber, die zumindest noch als einigermaßen berechenbar hinsichtlich ihrer Preisentwicklungen gelten, gibt es auch andere Rohstoffe wie zum Beispiel das Rohöl, die sich scheinbar nicht nach Regeln oder Grundsätzen richten, was die Entwicklung des Preisniveaus angeht. Für den Anleger ist es deshalb sehr schwierig, sich auf eine bestimmte Strategie festzulegen. Daher sollte man im Bereich des Investments in Rohstoffe, ganz gleich für welche Art von Investment man sich später entscheidet, Schritt für Schritt beim Festlegen einer bestimmten Strategie vorgehen.



Zu Beginn muss man eine Grundsatzentscheidung treffen, nämlich in welchen Rohstoff man investieren möchte und ob man auf fallende oder aber auf steigende Preise setzen möchte, was die am häufigsten genutzte Variante ist. In einem weiteren Schritt gilt es dann, die eigentliche Grundlage der Strategie festzulegen. Wie bei vielen anderen Finanzprodukten auch, wie beispielsweise bei Aktien oder Devisen, kann man seine Strategie auf Erkenntnisse aus der Fundamentalanalyse oder aus der Chartanalyse her aufbauen. Im Allgemeinen gelten Anleger, die ihre Strategie auf die Ergebnisse der Fundamentalanalyse aufbauen eher als etwas konservativer, während diejenigen Anleger, die vor allem Daten aus der Chartanalyse als Basis für die eigene Strategie entnehmen, eher als spekulativ eingestellt gelten. Bei der Fundamentalanalyse werden Daten und Fakten untersucht, die sich auf den jeweiligen Rohstoff beziehen. Eine Fundamentalanalyse im Bezug auf den Rohstoff Rohöl könnte zum Beispiel zu dem Ergebnis führen, dass der Ölpreis in naher Zukunft steigen sollte, weil sich die Wirtschaft im Aufschwung befindet, von der Industrie darum bei erhöhter Produktion mehr Rohöl nachgefragt wird, und daher der Preis eigentlich ansteigen müsste. Gründet man seine Strategie beim Rohstoff Handel also auf diese fundamentalen Daten und die Analyse, dann steht es im Vordergrund, sich stets aktuelle Informationen zur Wirtschaft und zum jeweiligen Rohstoff im Speziellen zu besorgen. Die Chartanalyse beachtet hingegen solche „nackten“ Fakten aus der Wirtschaft überhaupt nicht, denn hier ist nur interessant, wie sich der Preis des Rohstoffs in der Vergangenheit entwickelt hat. Eine derartige Auswertung könnte somit zum Beispiel zu dem Ergebnis führen, dass aufgrund der vergangenen Preisentwicklungen, die in einem Chart als Grafik dargestellt werden, sich der aktuelle Rohölpreis an einem Punkt befindet, an dem dieser in der Vergangenheit stets weiter gefallen ist.

Somit würde man auf der Grundlage der Chartanalyse im Rahmen seiner Strategie zu dem Schluss kommen, dass der Rohstoff X jetzt verkauft werden sollte. Eine weitere Strategie kann natürlich als dritte Alternative so aussehen, dass man sowohl die Ergebnisse der Fundamentalanalyse, als auch die Ergebnisse der Chartanalyse beachtet. Meistens „reagiert“ man dann als Anleger im Rahmen dieser Strategie so, dass man nur in dem Fall tätig in Form des Kaufs oder Verkaufs des Rohstoffes wird, wenn sich die Ergebnisse aus beiden Analysemethoden decken und nicht widersprechen. Ergänzend zur Grundstrategie können natürlich noch diverse „Hilfsmittel“ wie zum Beispiel Stop-Loss Orders eingesetzt werden. Hat man seine Strategie dann vom Grundsatz her festgelegt, kann man sich auf die Auswahl des Finanzproduktes konzentrieren, mittels dessen man in den Rohstoff investieren möchte. Das gewählte Produkt sollte natürlich zur Strategie passen, denn es ist nicht unbedingt sinnvoll, in Rohstoff-Zertifikate als Garantiezertifikate zu investieren, wenn man eigentlich eine sehr spekulativ ausgerichtete Strategie verfolgt, durch die man sehr hohe Gewinne erzielen möchte. In diesem Fall würden sich dann besser CFDs eignen.

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