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Tagesgeld Festgeld Vergleich
Die Kapitalanlageformen Tagesgeld und Festgeld sind seit Jahren die populärsten Geldanlageprodukte. Beide stehen hoch im Kurs nicht nur bei den Anlegern, sondern auch bei den Banken und gehören zum Produktpotfolio von fast jeder Bank. Das Festgeld hat eine lange Tradition, dagegen konkurriert ihm das Tagesgeld erst seit 2000 auf dem Kapitalmarkt.



Was haben beide gemeinsam, worin unterscheiden sie sich, welche Vorteile bzw. Nachteile hat die eine Kapitalanlageformen der anderen gegenüber?

Das Konzept des Festgeldes ist denkbar unkompliziert und mittlerweile klassisch geworden. Was ist „Fest“ bei dem Festgeld? Fest ist erstens die Laufzeit, für die der Geldbetrag angelegt wird, zweitens der Zinssatz während der gesamten Laufzeit, wobei meist ein Mindestgeldbetrag angelegt werden muss. Das Kapital wird auf einem extra zu eröffnenden Festgeldkonto angelegt. Nach Ablauf der vereinbarten Laufzeit ist das Kapital frei und kann samt angefallenen Guthabenzinsen auf das Referenzkonto bzw. auf das Girokonto des Anlegers überwiesen werden. Hat der Anleger vor Fälligkeit die Bank nicht kontaktiert, wird die Festgeldanlage von ihr automatisch verlängert (fachlich gesagt „prolongiert“) - mit der gleichen Laufzeit, jedoch nicht unbedingt mit dem gleichen Zinssatz. Wahlweise kann der Anleger bei Fälligkeit das gesamte Kapital abheben und das Festgeld kündigen, er kann aber auch einen Teilbetrag abheben bzw. neues Kapital zuzahlen und das Festgeld mit der gleichen oder mit einer neu vereinbarten Laufzeit weiter laufen lassen. Dabei wird die Festgeldanlage zum aktuellen Zinssatz verlängert. Übliche Festgeld-Laufzeiten sind ein Monat, drei, sechs bzw. 12 Monaten.

Das Konzept des Tagesgeldes ist auch elementar, wobei anders als beim Festgeld beim Tagesgeld nichts fest ist, weder die Laufzeit, noch der Zinssatz. Das Tagesgeld wird ebenfalls auf ein extra zu eröffnendes Konto (Tagesgeldkonto) angelegt. Auf dieses Konto ist das anzulegende Kapital zu überweisen bzw. von ihm auf das Referenz bzw. das Girokonto zurück zu überweisen. Der Anleger kann täglich auf das gesamte Kapital verfügen, aber auch die Bank kann täglich den Zinssatz verändern. Die tägliche Verfügbarkeit ist vor allem dann wirklich gegeben, wenn es um Onlinekonten (Tagesgeldkonto, Referenzkonto, Girokonto) oder um Konten bei Direktbanken handelt. Die Zinsen werden von Bank zu Bank pro Monat bzw. pro Quartal gutgeschrieben.

Fazit: Gleich bei den beiden Kapitalprodukten sind die Sicherheit der Anlage sowie die Kostenfreiheit der jeweils notwendigen Konten (Festgeldkonto, Tagesgeldkonto). Durch die tägliche Verfügbarkeit des Tagesgeldes und die kürzeste Laufzeit des Festgeldes (ein Monat) gehören beide außerdem zu den kurz laufenden Geldanlagen und sind zum Geldparken verwendbar.

Der wichtigste Vorteil des Festgeldes ist der garantierte Zinssatz für die gewählte Laufzeit. Diese fixe Laufzeit kann sich als nachteilig erweisen, wenn der Anleger das Geld vor Fälligkeit benötigt. Er kann nicht vorzeitig darauf verfügen, notfalls kann er es beleihen.

Der wichtigste Vorteil des Tagesgeldes ist die tägliche Verfügbarkeit. Diese Freiheit kann sich auch als nachteilig erweisen, wenn die Bank den Zinssatz stark senkt.

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