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Tagesgeld Zins Vergleich zwischen Tagesanleihe und Tagesgeld der Banken
Ab 01. Juli 2008 bringt der Bund die Tagesanleihen auf den Markt. Dieses Produkt ist eine Kombination aus einer Anleihe und einem Tagesgeldkonto. Die Zinsen, die dem Anleger für Tagesanleihen gezahlt werden, richten sich nach dem EONIA, das ist der Euro Overnight Index Average, der den durchschnittlichen Zinssatz für Tagesgelder zwischen den Banken bezeichnet. Der Anleger bekommt davon 92,5 Prozent, den Rest behält der Bund. Aktuell liegt der EONIA bei 4 Prozent, was für die Tagesanleihe dann einen Zins von 3,72 Prozent zur Folge hätte.



Vergleicht man den Zinssatz der Tagesanleihe mit den Angeboten über einen Tagesgeldvergleich im Internet, stellt man fest, dass die Verzinsung dabei nur im letzten Drittel liegt. Dennoch ist unter den Banken schon jetzt eine gewisse Hektik ausgebrochen. Es ist davon auszugehen, dass es dem Bund gelingen wird, innerhalb von ganz kurzer Zeit Milliarden von Geldern der Privatanleger einzusammeln, die dann natürlich nicht mehr für die anderen Banken zur Verfügung stehen.

Finanzexperten begrüßen das neue Produkt, weil es für den Kleinanleger absolut positiv zu bewerten ist. Dadurch, dass der Zins an den EONIA gekoppelt ist, bietet die Tagesanleihe, auch wenn der Zins niedriger ist, als bei Spitzenprodukten der Direktbanken, den Vorteil dass er Bewegungen nach oben oder unten gleich mitmacht. Bei vielen Banken hingegen werden bei Senkung des Leitzinssatzes die Zinsen sofort nach unten verändert, aber Zinserhöhungen werden nur verspätet und unvollständig weitergegeben.

Nach Eröffnung eines Schuldbuchkontos bei der Finanzagentur GmbH können Anleger täglich, ganz unkompliziert mittels Banküberweisung, Tagesanleihen kaufen, wobei eine Mindestanlagesumme von 50 Euro vorgesehen ist.

Für die Zinsschnäppchenjäger wird das Angebot des Bundes nicht attraktiv genug sein, um ihr Geld über Tagesanleihen zu parken. Doch der sicherheitsorientierte Kleinanleger, der gern jedes Risiko ausschließt und weder Zeit noch Lust hat, seine Geldanlage ständig umzuschichten ist die Tagesanleihe genau das richtige Produkt. Sicherer geht eigentlich gar nicht und die Verzinsung ist in Ordnung. Mit diesem Produkt will der Bund Gelder einsammeln, die von den Anlegern bisher vorzugsweise auf Tagesgeldkonten oder als Festgeld bei den privaten und öffentlichen Geldinstituten angelegt wurden.

Schon allein die öffentliche Diskussion in den Medien wird viele Verbraucher veranlassen, sich mit der Tagesanleihe zu beschäftigen und die Vorteile auszumachen, auch wenn der Zinssatz, der geboten, wird nicht der Spitzensatz ist, wie bei manchen Tagesgeldern. Zumal bei Tagesgeld der höhere Zins auch oft auf Anlagesummen von 20.000 Euro begrenzt ist, Beträge, die darüber hinaus gehen, werden dann niedriger verzinst. Ein weiterer Vorteil ist die tägliche Verzinsung, die den Anleger vom Zinseszinseffekt profitieren lässt. Bei vielen Banken hingegen erfolgt die Zinsgutschrift vierteljährlich oder sogar nur einmal im Jahr.

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