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Tagesgeld Zinsen im Vergleich zu Festgeld Zinsen
Beim Gedanken an Geldanlagen sind sich viele Anleger sicher, dass sie für langfristige Anlagen deutlich höhere Zinsen erhalten als für Anlagen, die nur über einen kurzen Zeitraum laufen. Im Fall einer normalen Zinskurve ist dieser Gedanke auch korrekt, denn hierbei werden für Festgelder beispielsweise, die ein oder mehrere Jahre angelegt werden, Zinsaufschläge bezahlt.



Aktuell befindet sich Deutschland jedoch in einer Phase, in der für kurzfristige Anlagen ebenso hohe, bei einigen Instituten sogar höhere Zinsen, wie für langfristigere Anlagen gezahlt werden. Der Grund hierfür liegt in der Erwartung sinkender Zinsen, bei der die Nachfrage nach kurzfristigen Anlagen sinkt. Gleichzeitig sind die Banken aber auch einem sehr harten Konkurrenzkampf ausgesetzt, wodurch neue Kunden gewonnen werden müssen. Da viele Anleger auf hohe Zinsen achten, wechseln sie für Geldanlagen häufig die Bank. Gerade Tagesgeldkonten sind bei vielen Anlegern sehr beliebt und bieten den Banken daher einen idealen Einstieg in die Kundenbeziehung. Auch hohe Festgeldzinsen werden oftmals als Catcher genutzt.

Wer sein Geld verzinslich anlegen möchte, sollte daher sowohl Tagesgeldkonten als auch Festgeldangebote vergleichen, denn es kann nicht pauschal beantwortet werden, welches der Angebote günstiger ist. So reichen die Konditionen für Tagesgeldkonten von 1,5-6,0% p.a., die Zinsen für Festgelder bei einjährigen Anlagen von 3,0-5,0% p.a. Diese großen Konditionsunterschiede kommen vor allem durch die Zinspolitik der Banken sowie deren Kosten zustande. Direktbanken beispielsweise müssen keine Bankfilialen unterhalten, auch beschäftigen sie deutlich weniger Mitarbeiter. Ihnen ist es daher möglich, höhere Zinssätze zu bieten.

Bei der Wahl der Anlage sollte jedoch beachtet werden, dass die Zinse für Tagesgeldkonten nie fest vereinbart sind. Lediglich bei speziellen Aktionen können Sonderzinssätze zum Beispiel für ein halbes Jahr gelten. Doch auch nach Ablauf dieser Zeit ist der Zins wieder variabel und orientiert sich am Leitzins der Europäischen Zentralbank. Senkt diese die Zinsen, sinkt auch die Rendite des Tagesgeldkontos. Die Zinssätze für Festgelder hingegen bleiben während der gesamten Laufzeit konstant. Erst nach Ablauf muss der Anleger erneut mit der Bank über die Konditionen verhandeln. Zwischenzeitliche Leitzinserhöhungen werden hierbei jedoch nicht beachtet, bei Tagesgeldkonten hingegen würde diese Erhöhung zu einem höheren Zinssatz führen.

Fazit: Ob Tagesgeld oder Festgeld ist oft nicht nur eine Frage des Zinssatzes, sondern auch der eigenen Ziele. Anleger nämlich, die ihr Geld nicht für einen festen Zeitraum anlegen wollen, sollten besser in Tagesgeldkonten investieren, da sie hier jederzeit verfügen sowie zuzahlen können. Wenn hierfür dann noch ein günstigerer Zins gezahlt wird, freut dies den Anleger.

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