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Tipps und Erklärungen zu Knock-Out-Zertifikaten
Relativ spekulativ eingestellte Anleger finden mittlerweile zahlreiche Finanzprodukte vor, die ihren Wünschen und Zielen entsprechen. Wem der schnelle Ertrag wichtiger als dauerhafte Sicherheit ist, der entscheidet sich beispielsweise häufig für sogenannte Derivate. In dieses Segment fallen nicht nur Futures und Optionen, sondern beispielsweise ebenso Optionsscheine, der Devisenhandel sowie Zertifikate. Derartige Zertifikate sind mittlerweile bei vielen Anlegern beliebt, da es zahlreiche Varianten gibt, zwischen denen sich die Kunden entscheiden können. So gibt es beispielsweise Garantiezertifikate, die insbesondere für sicherheitsorientierte Anleger eine sehr gute Wahl sind.



Denn zumindest das investierte Kapital ist hier bis zu einem gewissen Grad gegen Verluste geschützt, was keineswegs bei allen Zertifikaten der Fall ist. Grundsätzlich müssen sich Anleger allerdings darüber im Klaren sein, dass jedes Zertifikat ein Emittentenrisiko beinhaltet, was auch auf die zuvor erwähnten Garantiezertifikate zutrifft. Wem es beim Investment in Zertifikate nicht so sehr auf hohe Sicherheit, sondern vielmehr auf einen schnellen und hohen Ertrag ankommt, der landet relativ häufig bei sogenannten Knock-out Zertifikaten. An der Bezeichnung Knock-out lässt sich bereits festmachen, was eine wesentliche Eigenschaft dieser Zertifikate ist. Ein wichtiges Merkmal derartiger Finanzprodukte ist nämlich die sogenannte Knock-out Schwelle, die letztendlich dazu führt, dass der Anleger sein gesamtes Kapital verlieren kann. Worum es sich bei dieser Schwelle im Detail handelt, lässt sich am besten an einem Praxisbeispiel erläutern. Wer zum Beispiel in ein Zertifikat mit der Basis Telekom-Aktie investiert, der könnte sich für ein Produkt entscheiden, bei dem die Knock-out Schwelle acht Euro beträgt.

Der aktuelle Kurs der Telekom Aktien soll sich im Beispielfall bei 9,50 Euro bewegen. Bei einem Knock-out Zertifikat ist es nun so, dass der Anleger immer dann Gewinne erzielt, wenn der Kurs der Telekom-Aktien über 9,50 Euro steigt. Dabei wird zugrunde gelegt, dass der Kurs von 9,50 Euro gleichzeitig der Basispreis des Zertifikates ist. Sollten die Kurse allerdings fallen, würde dies für den Anleger zu einem Verlust führen. Bis zu einem Kurs von acht Euro wären diese Verluste noch zu verkraften, da sie sich in diesem Fall bis maximal 20 Prozent bewegen würden. Dramatisch wird es jedoch, falls der Kurs der Telekom-Aktien die Marke von acht Euro unterschreitet. In diesem Fall entsteht dem Inhaber des Zertifikates nämlich ein Totalverlust. Denn sobald der Kurs von acht Euro unterschritten wird, greift der sogenannte Knock-out und das Zertifikat wird komplett wertlos. Demzufolge sind Knock-out Zertifikate einerseits mit einem sehr hohen Risiko, andererseits aber auch mit der Chance auf einen ebenso überdurchschnittlich hohen Ertrag ausgestattet.

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