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Übersicht zum Wertpapierhandel an der Börse
Seit einigen Jahrzehnten haben auch Privatanleger die Möglichkeit, am Börsenhandel teilzunehmen. Dies kann geschehen, indem Kunden ihrer Bank oder ihrem Broker einen Auftrag erteilen, bestimmte Wertpapiere zu kaufen oder aus einem Bestand heraus zu verkaufen. Wer den Börsenhandel in den letzten Jahrzehnten verfolgt hat, dem wird sicherlich aufgefallen sein, dass es immer wieder neue Finanzprodukte gibt, die gehandelt werden können. Ohnehin fragen sich viele Anleger, die erstmalig mit Wertpapieren handeln, welche Wertpapiere beim Börsenhandel überhaupt zur Auswahl stehen. Zu den bekanntesten Papieren, die über die Börse gehandelt werden können, gehören definitiv Aktien.



Dies sind Anteilspapiere, die von solchen Unternehmen ausgegeben werden, die in Form der Aktiengesellschaft firmieren. Allerdings ist es keineswegs vorgeschrieben, dass diese Papiere zwingend über die Börse handelbar sein müssen. Es gibt durchaus zahlreiche kleinere Aktiengesellschaften, die ihre Anteilscheine nicht über die Börse verteilen, sondern anderweitig zugänglich für Investoren machen. Aktien zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass es keine festen Renditen gibt und der Wert des einzelnen Papiers schwanken kann. Kursgewinne sind daher beim Handel mit Aktien auch die häufigste Ertragsart, wobei es natürlich zusätzlich zahlreiche Wertpapiere dieser Art gibt, bei denen Anleger eine Dividende als Ertragsform erhalten. Neben Aktien gehören definitiv auch Anleihen zu den Finanzprodukten, die ebenfalls sehr häufig an der Börse gehandelt werden. Anleihen sind Schuldverschreibungen, die in aller Regel einen festen Zinssatz beinhalten. Alternativ existieren allerdings ebenso Rentenpapiere, die mit einem variablen Zins ausgestattet sind.

Kennzeichnend für diese Produkte ist, dass der Anleger zunächst einen Nominalbetrag erwirbt, beispielsweise 1.000 Euro. Die möglichen Kursschwankungen sind bei Rentenpapieren deutlich geringer als bei Aktien, sodass es in erster Linie Zinsen sind, die als Ertragsform auftreten. Anleihen und Aktien sind allerdings bei Weitem nicht die einzigen Finanzprodukte, die über die Börse gehandelt werden können. Seit einigen Jahren treten insbesondere die sogenannten Exchange Traded Funds ins Blickfeld der Anleger. Es handelt sich hier um börsennotierte Fonds, die auch als Passiv- oder Indexfonds bezeichnet werden. Die ETFs unterscheiden sich damit auf markante Art und Weise von klassischen Investmentfonds, deren Anteile normalerweise nicht an der Börse gehandelt werden können. Weitere Finanzprodukte, die ebenfalls an der Wertpapier- oder Terminbörse handelbar sind, sind Zertifikate, Optionen und Futures. Bevor sich Anleger für eines dieser Produkte entscheiden, sollten die jeweiligen Eigenschaften bekannt sein. Dies beinhaltet auch, dass der Kunde nicht nur die möglichen Chancen, sondern ebenso die eventuellen Risiken kennt, die mit der Anlageform verbunden sind.

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