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Vergleich zwischen Namensaktie und vinkulierter Namensaktie
Aktien lassen sich unter anderem auch danach unterscheiden, auf welche Weise eine Übertragung vom einen auf den anderen Aktionär möglich ist, und was mit dieser Übertragung verbunden ist. So werden zunächst einmal zwei Aktienarten unterschieden, nämlich zum einen die Inhaberaktien und zum anderen emittieren immer mehr Aktiengesellschaften ihre Aktien heutzutage als sogenannte Namensaktien. Bei den Inhaberaktien bleibt der jeweilige Aktionär in dem Sinne anonym, als dass die AG keine Auskunft darüber erhält, wer derzeit im Besitz ihrer Aktien ist. Die Übertragung der Aktien kann durch einen einfachen Depotübertrag oder durch eine physische Übergabe der Aktienpapiere erfolgen. Bei den Namenaktien verhält es sich deutlich anders, was die Eigentumsübertragung und deren Folgen angeht.



Bei den Namensaktien wird es nämlich so gehandhabt, dass jeder Aktienkauf der Aktiengesellschaft auch gemeldet wird. Denn die depotführenden Banken und Broker sind dazu verpflichtet, eine sogenannte Umschreibung der Namensaktien zu veranlassen, nachdem ein Kauf ihres Kunden stattgefunden hat. Umschreibung bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der AG zunächst mitgeteilt wird, dass es einen neuen Aktionär gibt. Die AG beauftragt dann, ihr eigenes oder von einem Dienstleister geführtes Aktionärsregister insoweit zu korrigieren, als dass die Aktien beim bisherigen Eigentümer „ausgetragen“ werden, und der neue Aktionär als Inhaber eingetragen wird. In dem Zusammenhang werden die persönlichen Daten des neuen Aktionärs erfasst und er wird mit seinem Bestand ins Register eingetragen. Der Sinn und Zweck von Namensaktien besteht darin, dass die AG immer darüber Bescheid weiß, wer gerade im Besitz ihrer Aktien ist. Die Eintragung kann die AG allerdings nicht verhindern.

Wer dies als Aktiengesellschaft jedoch möchte, um zum Beispiel zu verhindern, dass ein Aktionär besonders viele Aktien hält und damit auch viele Stimmrechte ausüben kann, der muss sich statt für die gewöhnlichen Namensaktien für sogenannte vinkulierte Namensaktien entscheiden. Auch hier ist das Prinzip zunächst mit dem der normalen Namensaktien identisch, der neue Aktionär wird also seitens der Bank oder seitens des Brokers mitgeteilt. Im Unterschied zu den gewöhnlichen Namensaktien muss die AG die Eintragung ins Aktionärsregister aber nicht zwingend vornehmen, sondern sie kann den Eintrag auch ablehnen, und zwar ohne Begründung. Die Folge für den Aktionär wäre in diesem Fall, dass er die Aktien zwar nach wie vor besitzt, er aber keine Stimmrechte ausüben kann, da dazu ein Eintrag zwingend erforderlich ist. Auf diese Weise kann die AG zum Beispiel geplante feindliche Übernahmen verhindern. Denn ein Aktionär kann sich zwar nach wie vor zahlenmäßig die Aktienmehrheit beschaffen, nur sind diese Aktien in dem Sinne „wertlos“, als dass er sein Stimmrecht auf der HV nicht ausüben kann und somit auch kein Mitbestimmungsrecht bei Entscheidungen hat.

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