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Verhaltensweise bei Erhalt eines Mahnbescheid
Wenn ein Mensch verschuldet ist, hat der Gläubiger die Möglichkeit ein gerichtliches Mahnverfahren gegen den Schuldner einzuleiten. Bevor es jedoch zu diesem Verfahren kommt, wird vom Gläubiger ein Inkassounternehmen beauftragt. Erst wenn die Schuldeneintreibung durch das Unternehmen erfolglos war, wird der Gläubiger das Mahnverfahren einleiten.



Beim gerichtlichen Mahnverfahren wird als erster Schritt ein Mahnbescheid erlassen. Der Schuldner sollte jetzt unbedingt reagieren, insbesondere wenn es Einwände gegen die Forderung gibt. Sobald der Mahnbescheid zugestellt wurde, sollte der Verbraucher die Angaben prüfen und bei Einwänden sofort Widerspruch einlegen. Dem Mahnbescheid liegt ein Widerspruchsantrag bei, der ausgefüllt an das angegebene Gericht gesandt werden muss. Auch wenn der Schuldner nur gegen einen Teil der Forderung (Inkassokosten, Zinsen) Einwände vorbringen kann, ist es sinnvoll zu widersprechen.

Wird dem Mahnbescheid widersprochen, kommt es zu einer Anhörung beider Parteien vor Gericht. Ein Richter entscheidet dann über die Rechtsmäßigkeit der gestellten Forderung. Für die Einreichung des Widerspruchs hat der Schuldner 14 Tage Zeit, ab Zustellung des Bescheids. Wird die Frist für den Widerspruch versäumt, kann der Schuldner allein aus dieser Tatsache zur Zahlung der Forderung verpflichtet werden. Es ergeht dann ein Vollstreckungsbescheid und der Gläubiger kann den Gerichtsvollzieher beauftragen.

Wenn der Mahnbescheid den Tatsachen entspricht und der Schuldner keine Einwände hat, sollte keinesfalls Widerspruch eingereicht werden, nur um Zeit zu schinden. Im schlimmsten Fall kann es dann passieren, dass dem Schuldner auch die Kosten für die gerichtlichen Ermittlungen auferlegt werden. Wenn kein Widerspruch erfolgt, ergeht etwa drei Wochen nach Zustellung des Mahnbescheids der Vollstreckungsbescheid. Dieser ermächtigt den Gläubiger 30 Jahre lang gegen den Schuldner zu vollstrecken.

Zum Zwecke der Vollstreckung wird der Gerichtsvollzieher beauftragt. Dieser hat die Möglichkeit sowohl das Konto, als auch bewegliche Gegenstände des Schuldners zu pfänden und dem Gläubiger so sein Geld zu beschaffen. In der Regel kann die Pfändung nur vermieden werden, wenn der Schuldner mit dem Gerichtsvollzieher eine Ratenzahlung vereinbart und diese auch eingehalten wird.
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