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Vermögen aufbauen und von den Zinsen leben
Früher oder später von den eigenen Zinsen leben zu können, ist eine verlockende Vision, aber nur für einen Teil der Bevölkerung wirklich realistisch. Wer natürlich heute schon über beträchtliches Vermögen verfügt, käme auch bei den immer noch niedrigen Guthabenzinsen auf einen hohen Zinsertrag, von dem er je nach den individuellen Ansprüchen gut leben kann.



Ein Durchschnittsbürger verfügt normalerweise nicht über genügend Geld, dass er allein davon seinen Lebensunterhalt bestreiten könnte. Für ihn kommt ein konsequentes Sparen über viele Jahrzehnte in Frage, um den Zinseszinseffekt mit zu nehmen und in höherem Lebensalter dann ein Vermögen zu besitzen, dessen Zinserträge den Lebensunterhalt sichern. Wer es schafft, sich zum Beispiel bis zum Renteneintritt 250.000 Euro anzusparen, bekäme bei einem Zinssatz von 4 Prozent 10.000 Euro jährlich. Das wäre sehr knapp bemessen. Mit der doppelten Summe und einem Zinsertrag von 20.000 Euro könnte man schon eher auskommen. Zu bedenken ist aber, dass niemand weiß, wie hoch die Habenzinsen sein werden in unbestimmter Zukunft. Auch muss berücksichtigt werden, dass die Inflation sehr viel von den Zinsen auffrisst und 1.000 Euro heute vielleicht in zwanzig Jahren nur die Hälfte an Kaufkraft besitzen.

Nur von Zinsen, also ohne Kapitalverzehr zu leben ist für diejenigen erstrebenswert, die ihr Vermögen den Erben hinterlassen möchten und es nicht für sich selbst ausgeben wollen. Alle anderen können sich mit Hilfe von Finanzrechnern einmal ausrechnen lassen, wie ihre finanzielle Situation sich unter verschiedenen Bedingungen darstellen könnte. Beispielsweise kann man sich zeigen lassen, wie lange man eine bestimmte Summe Geldes monatlich zur Verfügung hätte, wenn das vorhandene Vermögen bei einem bestimmten Zinssatz in dreissig Jahren aufgebraucht sein dürfte. In diesem Fall wüsste man also, wie sich die finanzielle Lage darstellt, wenn man nicht nur von den Zinsen, sondern auch von seinem Kapital lebt.

Wer das Ziel verfolgt, später nur von den Zinsen leben zu können, sollte vorsichtshalber darauf achten, dass er zumindest einen Teil seines Geldes so anlegt, dass er in Notfällen wie Krankheit, Scheidung oder Arbeitslosigkeit ohne Verlust durch eine unfristgemäße Kündigung des Kreditvertrages an sein Erspartes heran kommt. Je nachdem, auf wie lange Sicht hin man sein Geld anlegt, sollte man regelmäßig prüfen, ob man sein Vermögen zwischenzeitlich umschichten muss, um von veränderten Marktbedingungen optimal zu profitieren.

Wer noch jung ist und Börsenschwankungen ruhig abwarten kann, sollte einen hohen Anteil seines Vermögens in Aktien anlegen, die auf längere Zeit gesehen, viel höhere Renditen abwerfen als Sparzinsen. Je älter man wird, desto mehr Geld sollte man in risikolose festverzinsliche Vermögensanlagen umschichten.

Je nach Anfangsbestand des Vermögens, der Sparquote, den Marktbedingungen und vor allem den möglichen Schicksalsschlägen, die einen treffen könne, kann man so vielleicht wirklich das Ziel erreichen, allein von seinen Zinsen zu leben. Aber für die meisten Menschen bleibt das wohl eher ein schöner Traum.

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