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Voraussetzungen für ein privates Insolvenzverfahren
Für verschuldete Privatpersonen bietet das Insolvenzverfahren die Chance innerhalb von sechs Jahren schuldenfrei zu sein. In Deutschland ist das Verfahren an einige Voraussetzungen gebunden, Hilfestellungen leistet die Schuldnerberatung.



Der erste Schritt in die private Insolvenz ist ein Beratungsgespräch bei einem Schuldnerberater. Hier werden wichtige Unterlagen durchgesehen und ein erster Kontakt zu den Gläubigern hergestellt. Grundsätzlich genehmigt das Gericht den Antrag auf Insolvenz nur dann, wenn ein vorheriger Einigungsversuch mit den Gläubigern erfolgt ist. Der Schuldnerberater wird versuchen, mit den Gläubigern Vergleiche auszuhandeln, so dass die Schulden minimiert werden und für den Betroffenen bezahlbar sind. Es müssen mindestens 50 % aller Gläubiger dem Vergleich zustimmen, ansonsten kann der Verbraucher den Antrag auf Insolvenz beim örtlichen Gericht einreichen.

Der Schuldnerberater muss eine Bescheinigung ausstellen, dass der Schuldner beraten wurde und es keine Möglichkeit zu einer außergerichtlichen Einigung mit den Gläubigern gibt. Diese Bescheinigung wird mit dem Antrag dem Gericht übergeben, der Bescheid ergeht etwa vier Wochen später. Wird das Insolvenzverfahren genehmigt, bekommt der Schuldner einige Auflagen an die er sich halten muss. Der wichtigste Teil des Verfahrens ist die sechsjährige Wohlverhaltensperiode. Innerhalb dieser Zeit verpflichtet sich der Schuldner sämtliches Einkommen über dem pfändungsfreien Satz an einen Treuhänder abzuführen. Dieser verteilt das Geld gleichmäßig auf alle Gläubiger. Arbeitslose Schuldner sind verpflichtet jedes zumutbare Arbeitsangebot anzunehmen und sich nach Kräften um eine Arbeitsstelle zu bemühen.

Während der sechsjährigen Phase dürfen keine weiteren Schulden gemacht werden, eine neuerliche Verschuldung kann die Beendigung des privaten Insolvenzverfahrens zur Folge haben. Im Falle einer solchen Beendigung kann der Schuldner für 10 Jahre keinen weiteren Insolvenzantrag stellen. Verläuft die Wohlverhaltensperiode positiv, wird nach Ablauf der Zeit eine Restschuldbefreiung beantragt. Bei einer abschließenden Gerichtsverhandlung entscheidet das Gericht darüber, wird die Befreiung gewährt, kann der Schuldner ein neues, schuldenfreies Leben beginnen. Entstehen innerhalb weniger Jahre neue Schulden, ist kein weiteres Insolvenzverfahren mehr möglich.
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