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Vorteile und Nachteile eines Verwandtenkredit
Es gibt zahlreiche Fälle, in denen ein Kredit notwendig wird. So kann es beispielsweise vorkommen, dass eine Rechnung ganz dringend bezahlt werden muss, das Gehalt jedoch noch nicht gebucht ist. Weiterhin kann ein Unfall mit dem PKW die eigene Finanzlage schnell durcheinanderbringen, wenn teure Reparaturen notwendig sind. Wer dann das Auto für die tägliche Arbeit benötigt, kommt auch hier oft nicht ohne Kredit aus.



Für einen Kreditantrag benötigen die Banken aber noch immer mindestens eine Woche, in vielen Fällen dauert die Bearbeitung sogar noch länger. Weiterhin sind für Kredite verschiedene Voraussetzungen nötig. Privatpersonen müssen beispielsweise fest angestellt sein und über ausreichend hohes Einkommen verfügen, mit dem zum einen die Lebenshaltungskosten der Familien, zum anderen aber auch die Kreditraten gedeckt werden können. Weiterhin müssen die Daten der Schufa positiv ausfallen. Selbstständige oder Unternehmer müssen gar Bilanzen vorlegen, aus denen positive Erträge ersichtlich sind. In diesen Fällen wird zudem die Branche, in der der Geschäftsmann tätig ist, durchleuchtet. Durch die Einführung von Basel II und die hieraus strengeren Kreditvorschriften der Banken machen Kreditvergaben oft sogar vollkommen unmöglich.

Da viele Menschen überhaupt keinen Kredit bei den Banken mehr erhalten, können Darlehen unter Verwandten die Lösung sein. Gerade Eltern oder Großeltern zeigen sich oft großzügig und helfen mit der benötigten Summe aus, sofern sie selbst diese übrig haben. Ein großer Vorteil dieser Kredite ist, dass sie meist mit nur geringen Zinsen oder in einigen Fällen sogar zinslos vergeben werden. Dies spart dem Kreditnehmer natürlich sehr viel Geld, was dieser für die Gesundung seines Budgets verwenden kann. Weiterhin pochen Verwandte oft nicht auf die genauen Rückzahlungstermine. Wird die Ratenzahlung beispielsweise auf den 30. eines Monats gelegt, kann sie unter Umständen auch erst am 15. des Folgemonats bezahlt werden, wenn beispielsweise der Arbeitgeber fällige Lohnzahlungen noch nicht überwiesen hat. Banken sind in diesen Fällen weniger kulant. Auch sind Ratenaussetzungen in der Regel immer möglich.

Neben den vielen Vorteilen von Verwandtendarlehen sollte aber immer auch bedacht werden, dass Geldschulden keine Ehrenschulden sind und viele Geldgeber hierauf angewiesen sind. Die Eltern haben es beispielsweise als Altersvorsorge geplant und gehen natürlich davon aus, dass der Kreditnehmer dies wieder zurückbezahlt. Kommen finanzielle Probleme dazwischen und kann der Kredit nicht mehr getilgt werden, ist schnell das persönliche Verhältnis zerrüttet. Gerade bei Eltern, Großeltern und Kindern belastet dies den ohnehin Verschuldeten zusätzlich. Sofern weitere Kinder vorhanden sind, die dann eventuell auf ihren Erbteil verzichten müssen, können auch hier Probleme entstehen. Weiterhin kann ein persönlicher Streit zwischen Kreditnehmer und Kreditgeber mitunter dazu führen, dass die Kreditsumme sofort zurückverlangt wird. Meist ist dies natürlich nicht möglich, denn der Kreditnehmer hat sich ja auf die Ratenzahlung verlassen, was den Streit zusätzlich anheizt.

Daher sollten auch bei Verwandtendarlehen immer Kreditverträge geschlossen werden. Entsprechende Beispiele findet man im Internet. Dort müssen nur noch die eigenen Konditionen (Kreditbetrag, Zinssatz, eventuelle Sicherheiten) eingetragen werden, schon kann der Vertrag ausgedruckt und von beiden Seiten unterschrieben werden. Sollten dann einmal Differenzen bestehen, kann der Vertrag helfen, diese wieder auszuräumen.

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