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Wandelanleihen als anpassungsfähige Wertpapiere mit festen Zinsen
Im Bereich der Rentenpapiere wird dem Anleger heute eine relativ große Produktpalette angeboten. So entscheiden sich viele Kunden zum Beispiel für eine Staatsanleihe oder auch für Bundeswertpapiere, die ebenfalls in den Bereich der verzinslichen Wertpapiere fallen. Darüber hinaus gibt es noch viele andere Anleihearten, wie zum Beispiel die Industrieobligationen, die Kommunalanleihen, die Währungsanleihen oder auch die Optionsanleihen. Zu den Rentenpapieren, die vielleicht nicht ganz so vielen Anlegern ein Begriff sind, gehören zum Beispiel die Wandelanleihen.



Die auch als Wandelobligationen bzw. Wandelschuldverschreibung bezeichneten Wertpapiere werden vorwiegend von Anlegern genutzt, die zwar in verzinsliche Wertpapiere investieren möchten, sich aber zugleich die Option offenhalten möchten, später in Aktien zu investieren. Das wesentliche Merkmal besteht bei den Wandelanleihen darin, dass der Inhaber der Anleihe das Recht hat, die Anleihen in bestimmte Aktien einzutauschen. Dieses Recht hat der Inhaber in der Regel während der gesamten Laufzeit der Anleihe, die somit identisch mit der Wandlungsfrist ist. In welche Aktien die Anleihe „umgewandelt“ werden kann, ist in den Bedingungen zur Anleihe festgelegt. Aber nicht nur die Art der Aktien ist festgelegt, sondern auch Anzahl und Preis der Aktien, in die der Nominalbetrag der Wandelanleihe eingetauscht werden kann. Bezüglich der Anzahl der zu tauschenden Aktien wird auch von einem sogenannten Wandlungsverhältnis gesprochen. Beinhaltet die Wandelanleihe zum Beispiel ein Wandlungsverhältnis von 4:1, so würde das bedeuten, dass der Inhaber für einen Nominalwert (der Anleihe) von beispielsweise 400 Euro eine Aktie erhalten würde.

Ob der Anleger vom Recht der Wandlung Gebrauch machen sollte oder nicht, hängt in erster Linie vom aktuellen Kurs der Aktien und vom jeweiligen Wandlungsverhältnis ab. Rein rechnerisch würde sich die Wandlung nur dann lohnen, wenn der Gegenwert der getauschten Aktien höher als der „eingesetzte“ Nominalbetrag ist. Wer zum Beispiel eine Wandelanleihe mit einem Nominalwert von 4.000 Euro besitzt, der würde bei einem Wandlungsverhältnis von 4:1 zum Beispiel je 400 Euro Nominalbetrag eine Aktie erhalten, also für 4.000 Euro zehn Aktien. Die Wandlung würde jedoch nur dann wirtschaftlich sinnvoll sein, falls der aktuelle Aktienkurs mindestens 400,01 Euro beträgt. Denn in diesem Fall wäre der Gegenwert der zehn Aktien größer als die gewandelten 4.000 Euro Nominalwert. Allerdings kann die Wandlung natürlich auch dann Sinn machen, wenn der Gegenwert der Aktien zwar niedriger als der Nominalwert der Anleihe ist, der Anleger jedoch von zukünftig steigenden Aktienkursen ausgeht.

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