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Wann ist eine inflationsgeschützte Anleihe besonders sinnvoll?
Wenn man sich als Anleger dagegen absichern möchte, dass man mit einer verzinslichen Geldanlage zwar einen recht guten Ertrag erzielt, dieser Ertrag jedoch durch die vorhandene Inflation als Nettoertrag zum Teil deutlich gemindert werden kann, bietet sich eine so genannte inflationsgeschützte Anleihe als Alternative an. Solche Anleihen sind ebenfalls unter der Bezeichnung indexgebundene Anleihen oder Realzinsbonds bekannt.



Das Hauptmerkmal der inflationsgeschützten Anleihe ist, dass sich der Zinssatz der Inflation anpasst, was letztendlich dazu führt, dass der Anleger stets mit einem bestimmten Realzins kalkulieren kann und keine Befürchtungen mehr haben muss, dass sein angelegtes Kapital aufgrund einer hohen Inflation weniger statt mehr wird. Inflationsgeschützte Anleihen funktionieren daher so, dass der Zinssatz hier aus zwei Teilen besteht, nämlich einem Festzins und einem variablen Zinssatz, der sich an die Inflationsrate anpasst. Der Festzinssatz ist gleichzeitig auch der reale Ertrag, also unter Einbezug der Inflation, den der Anleger erzielen kann, während der variable Zinssatz dazu dient, den durch die Inflation vorhandenen Wertverlust des angelegten Kapitals auszugleichen. Eine solche inflationsgeschützte Anleihe wird dann besonders wertvoll, wenn die Inflationsrate sich auf einem recht hohen Niveau bewegt. Warum das so ist, zeigt der folgende Beispiel-Vergleich zwischen einer normalverzinslichen Anleihe und einer inflationsgeschützten Anleihe. Angenommen, der Anleger erhält im Zuge einer normalen Staatsanleihe einen Nominalzins von 3,50 Prozent, was keine schlechte Verzinsung ist. Wenn nun die Inflationsrate sehr hoch ist und beispielsweise vier Prozent betragen würde, dann würde der Anleger einen realen Kapitalverlust von 0,5 Prozent erleiden.

Hätte der Anleger sich hingegen für eine inflationsgeschützte Anleihe mit einem Festzinssatz von 1,50 Prozent entschieden, so würde er einen realen Gewinn von 1,50 Prozent erzielen. Die Differenz zwischen der eigentlich höher verzinslichen Anleihe und der inflationsgeschützte Anleihe beträgt vom Realzins her also zwei Prozent, und zwar zugunsten der nominal niedriger verzinslichen inflationsgeschützten Anleihe. Man sollte die Nutzung einer solchen inflationsgeschützten Anleihe also vor allen Dingen davon abhängig machen, mit welchen Inflationsraten in der näheren Zukunft zu rechnen ist. Spricht die wirtschaftliche Situation eher für eine gleich bleibende oder sinkende Inflationsrate, sollte man sich eher für normalverzinsliche Anleihen und nicht für inflationsgeschützte Anleihen entscheiden. Ist hingegen davon auszugehen, dass die Inflation in der nächsten Zeit in nicht unerheblichem Umfang ansteigen könnte, so spricht Einiges für die inflationsgeschützte Anleihe. In Deutschland dürfen solche Realzinsanleihen übrigens erst seit März 2006 gehandelt werden, aber es gibt mittlerweile eine größere Auswahl an indexgebundenen Anleihen am Markt.

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