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Wann lohnt sich eine langfristige Geldanlage?
Langfristige Geldanlagen kommen nicht für jeden in Betracht. Schließlich ist man finanziell auf lange Zeit nicht flexibel, da dieses Geld auf Jahre oder Jahrzehnte hin gebunden ist, und man nur mit großen Verlusten vorzeitig aus dem Vertrag heraus kommt. Wer aber ein sicheres Einkommen und außerdem genügend kurzfristig verfügbares Geld auf andern Konten hat, der kann gute Gründe dafür haben, sich für eine langen Zeitraum fest zu legen.



Besonders beliebt ist das Sparen für die eigene Immobilie. Ein eigenes Haus oder eine Wohnung sind eine optimale Altersvorsorge. Zwar steckt man auf Jahrzehnte sein Erspartes in dieses Objekt, aber dafür kann man später mietfrei wohnen. Ein großer Vorteil einer solchen langfristigen Geldanlage ist, dass man während der Sparphase ganz unabhängig ist vom Können oder Versagen von Vermögensberatern und Banken. Die Krisen an den Börsen brauchen einen nicht zu kümmern. Eine Immobilie ist auch eine Sicherheit gegen die Inflation, die bei andern Formen der Geldanlage einen großen Teil des Zinsgewinns gleich wieder auffrisst.

Langfristige Geldanlagen sind gut dafür geeignet, die eigenen Kinder oder Enkel abzusichern. Viele Eltern und Großeltern fangen gleich bei der Geburt der Kinder an, für sie Sparbücher, Schatzbriefe oder Aktienfonds anzulegen. Diese haben meist eine lange Laufzeit, bis die Kinder volljährig sind. Ein solch langer Zeitraum von rund zwanzig Jahren erlaubt es auch, die eigentlich risikoreichen Aktien zur Vorsorge zu nutzen, denn innerhalb solcher Zeitabstände haben sich die Börsen in den letzten Jahrzehnten nach jedem Crash wieder erholt. Um das Risiko zusätzlich noch zu vermindern, entscheiden sich viele Leute für breit gestreute Aktien, möglichst aus verschiedenen Branchen und Ländern.

Mit etwas weniger Risikobereitschaft eigenen sich auch Rentenfonds besonders gut als langfristige Geldanlage. Die lange Zeit der Anlage reicht auch hier aus, Wertverluste wie gerade in den letzten Jahren wieder wett zu machen.

Sehr beliebt als langfristige Geldanlage sind die Sparpläne der Banken. Hier kann man monatlich einen bestimmten Betrag einzahlen und die Dauer der Ansparphase fest legen. Die Zinsen sind entweder fest oder variabel. Durch den Zinseszinseffekt wird sich durch die Jahre ein stattliches Vermögen für das Kind aufbauen. Wenn man diese Sparpläne oder andere langfristige Geldanlagen wie Bundesschatzbriefe, Pfandbriefe oder Festgeld, auf den Namen des Kindes einträgt, sichert man sich auch noch Steuervorteile. Das Kind hat nämlich seinen eigenen Sparerfreibetrag.

Langfristige Geldanlagen, die einen festen Zinssatz über die gesamte Laufzeit haben, sind nur zu empfehlen, wenn das Zinsniveau zum Zeitpunkt des Abschlusses eines solchen Vertrages sehr hoch ist. Sonst kann es passieren, dass man nach einigen Jahren fest stellt, dass man für neue Geldanlagen viel höhere Zinsen bekommen würde als man für seine laufende Festgeldanlage erhält. In Niedrigzinszeiten ist es daher besser, sein Vermögen entweder flexibel auf Tagesgeldkonten anzulegen oder aber auf Festgeldkonten mit nur wenigen Jahren Laufzeit. Wenn sich das Zinsniveau später erhöht, kann man sich immer noch für eine langfristige Geldanlage entscheiden.

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