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Warum ist für Aktien eine Risikoprämie erforderlich?
Die Risikoprämie bei Aktien bedeutet in der Vorschau der Entwicklung der Wertpapiere den möglichen Ertrag, welchen ein Anleger fordert, um in die gegenüber festverzinslichen Titeln riskanteren Aktien zu investieren. Bei einer rückblickenden Betrachtungsweise gibt die Risikoprämie hingegen an, welchen Mehrertrag die gewählten Aktien tatsächlich gegenüber festverzinslichen Wertpapieren erbringen konnten.



Wenn ein Sparer sein Geld in festverzinsliche Wertpapiere oder Schuldverschreibungen investiert, weiß er am Tag des Abschlusses seiner Anlage exakt, welchen Betrag er am Ende der Laufzeit erhalten wird. Bei einem Investment in Aktien lässt sich der wirtschaftliche Erfolg jedoch nicht sicher vorhersagen. Somit ist konsequenterweise die Berechnung der tatsächlich auf dem Aktienmarkt gezahlten Risikoprämie nur für zurückliegende Zeiträume möglich. Grundsätzlich besteht der Gewinn bei einer Geldanlage in Aktien oder auch Aktienfonds einerseits in der Wertentwicklung der Papiere und andererseits in den jährlich gezahlten Dividenden. Für beide Gewinnkomponenten liegen Daten aus der Vergangenheit als Erfahrungswerte vor, aus diesen lässt sich in Verbindung mit einer Konjunktur-Beobachtung die wahrscheinliche Wertentwicklung der Anlage berechnen. Da diese jedoch unsicher ist, erwartet der Sparer eine Risikoprämie, damit er bereit ist, in Aktien zu investieren. Das Risiko einer Wertentwicklung, welche schlechter als die Prognose ausfällt und sogar zu einem realen Verlust führen kann, muss durch die realistische Chance auf einen höheren Wertzuwachs ausgeglichen werden.

Ohne Risikoprämie würde jeder Sparer ausschließlich in Anlagen mit festen Zinssätzen investieren und das Risiko eines Engagements in Aktien vermeiden. Dieses Wirtschaftsmodell berücksichtigt natürlich nicht die relativ geringe Anzahl an Aktionären, welche sich bewusst für die Förderung ihnen als wichtig erscheinender Unternehmen entscheiden und Aktien nicht allein nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten kaufen. Des Weiteren setzt das Modell voraus, dass sich die absolute Mehrheit der Anleger risikoavers verhält, wobei das Fremdwort schlicht als risikoscheu wiedergegeben werden kann. Wären die meisten Sparer uneingeschränkt risikobereit, wären Anreize in Form einer Risikoprämie nicht erforderlich. Auf dem realen Finanzmarkt führt die Wertentwicklung der Aktien nicht zuletzt dank der eingerechneten Risikoprämie dazu, dass der Wertzuwachs der Beteiligungspapiere langfristig deutlich höher ausfällt als der vergleichbarer festverzinslicher Wertpapiere. Dieses Ergebnis gilt nicht für kurzfristige Anlagen und nur bedingt, wenn der Anleger die Aktien zu einem vorab definierten Zeitpunkt verkaufen muss. Als Höhe für die Risikoprämie bei Aktien werden je nach Berechnungsmodell vielfach Werte zwischen acht und zwölf Prozent angegeben.

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