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Was gehört in ein ausgewogenes Depot?
Anleger, die weder dem sicherheitsorientierten noch dem spekulativen Typ zuzurechnen sind, wollen mit ihrem Depot möglichst hohe Renditen bei überschaubarem Risiko erzielen. Ein ausgewogenes Depot mit einer Mischung aus Aktien und festverzinslichen Anlagen ist dazu gut geeignet.



Je älter ein Anleger ist, desto geringer sollte der Aktienanteil seines Depots sein. Aktien sind eine risikoreiche Geldanlage, die nur bei einem ausreichend langen Anlagehorizont zu empfehlen sind. Fünf bis sieben Jahre sollten einkalkuliert werden. Das ist normalerweise die Zeit, die nötig ist, um inzwischen eingetretene Kursverluste wieder wett zu machen. Ältere Leute, die nicht mehr für die Altersvorsorge sparen, sondern Geld anlegen wollen, über das sie schon in wenigen Jahren verfügen möchten, sollten sich daher mit Aktien und Aktienfonds zurückhalten. Ihr Depot sollte nur einen geringen Aktienanteil aufweisen, dafür aber einen hohen Prozentsatz von sicheren und festverzinslichen Wertpapieren, die sie jeder Zeit ohne Verlust auflösen können. Anlagen auf Tagesgeld- oder Festgeldkonten mit einer Laufzeit von wenigen Jahren sind dafür geeigneter als Rentenfonds. Diese gelten zwar als sichere Geldanlage, aber auch sie sind Wertschwankungen unterworfen. Wer gezwungen ist, seine Rentenpapiere zu einem Zeitpunkt zu verkaufen, wo die Kurse niedrig sind, muss mit Verlusten rechnen. Nur bei längerer Haltedauer erzielt man mit Rentenfonds sichere Gewinne, wenn auch nur in moderater Höhe.

Jüngere Leute können einen höheren Anteil an Aktien oder Aktienfonds in ihr Depot aufnehmen als ältere. Sie haben lange Jahre Zeit, vor allem, wenn das Depot der Altersvorsorge gilt oder finanziellen Zielen, die mittel- und langfristig sind. Mit Aktien lassen sich viel höhere Renditen erzielen als mit Rentenpapieren und anderen verzinslichen Geldanlagen. Natürlich ist hier auch das Risiko entsprechend höher. Festverzinsliche Geldanlagen machen nie Verlust, wenn man vom allgemeinen Verlust an Kaufkraft durch die Inflation einmal absieht. Rentenpapiere haben meistens ein sehr geringes Verlustrisiko, vor allem dann, wenn man nur Papiere kauft, die auf Euro lauten und deshalb kein Währungsrisiko haben. Es gibt zwar auch Rentenfonds, die höhere Renditen erzielen als die europäischen Rentenfonds, aber solche High-Yield-Fonds sollte man nur zu einem geringen Teil in sein Depot mit aufnehmen, da sie beinahe so Risiko behaftet sind wie Aktien.

Auch innerhalb der Aktienfonds gibt es Unterschiede. In einem ausgewogenen Depot sollten hochspekulative Aktien aus bestimmten Branchen oder Ländern nur einen geringen Anteil ausmachen. Die Renditechancen sind zwar außerordentlich hoch, das Verlustrisiko aber auch. Der größte Teil der Aktien sollte breit gestreut sein in Aktien aus Europa oder der Welt. Am besten sollten alle Länder und alle Branchen vertreten sein.

Ein Teil des Depots sollte immer auch aus Geldanlagen bestehen, die täglich verfügbar sind. So ist man nicht gezwungen, Aktien zu ungünstigen Zeiten zu verkaufen oder Festgeldanlagen vorzeitig mit Verlust aufzulösen. Man sollte dafür Sorge tragen, dass die Auswahl der Anlageprodukte für das eigene Depot so getroffen wird, dass man flexibel auf plötzliche Veränderungen der eigenen finanziellen Situation reagieren kann.

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