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Was ist das Post-Ident Verfahren?
Das Postident-Verfahren wurde im Zuge der Verabschiedung des Geldwäschegesetztes eingeführt. Es ist eine Methode der persönlichen Identifikation von Menschen durch Mitarbeiter der Deutschen Post AG. Auch Banken bedienen sich des Postident-Verfahrens bei der Eröffnung von Konten, da sie verpflichtet sind, die Identität ihrer Kunden festzuhalten.



Das Verfahren ist aber nicht nur auf die Post- oder Bankenbranche beschränkt. Es kann auch in Verbindung mit dem Signaturgesetz eingesetzt werden etwa bei der Zusendung von Schriftstücken und Dokumenten an Vertragspartner mit gleichzeitiger Unterzeichnung eines Dokumentes.

Die Deutsche Post AG bietet ihren Kunden drei unterschiedliche Postident-Verfahren an: Das Postident Basic, Postident Comfort und Postident Special. Ein Postident Trusher rundet das Angebot ab und bezieht sich hauptsächlich auf die Identifikation von Personen nach dem Signaturgesetz durch einen zertifizierten Prozess.

Das Postident Basic-Verfahren dient der Identifizierung von Personen am Postschalter nach den Bestimmungen des Geldwäschegesetzes.

Im Postident Comfort-Verfahren wird zusätzlich zum Basic-Verfahren der Person ein Schriftstück übergeben und der Zusteller muss den persönlichen Nachweis der Zustellung liefern.

Im Special-Verfahren wird dem Adressaten ein personalisiertes Schriftstück durch den Zusteller übergeben; dieser lässt sich die Übergabe schriftlich dokumentieren und er hinterlässt somit seine persönliche Identifikation.

Der Ablauf eines Antrages, in dem ein Anbieter das Postident-Verfahren praktiziert, gestaltet sich folgendermaßen. Es sind meist Banken oder Mobilfunkanbieter, die sich des Verfahrens bedienen. Sie gehen mit der Post AG ein Vertragsverhältnis ein und erhalten einen Postident-Coupon. Der Kunde kann sich des Postident-Verfahrens in jeder Filiale der Post AG bedienen, die über ein EPOS, einen elektronischen Postschalter, verfügen. Es genügt die Vorlage des Personalausweises oder des Reisepasses des Kunden. Der Mitarbeiter der Post AG überträgt die Daten des Dokumentes in den Postident-Coupon und der Kunde muss die Daten vor seiner Unterschriftsleistung prüfen. Erst nach Leisten der Unterschrift durch den Kunden kann der Postmitarbeiter das Verfahren mit Stempel und eigener Unterschrift abschließen und die Daten an das Unternehmen senden. Das Postident-Verfahren ist für den Kunden kostenfrei. Die Abrechnung der Gebühren erfolgt durch die Post AG direkt mit dem Unternehmen.

Im Zuge der Erweiterung des Postident-Verfahrens bietet die Post AG ihren Kunden auch die Zusendung oder Unterzeichnung eines personalisierten Dokuments an.

Der Kunde muss sich aber auch im Klaren darüber sein, dass er durch das Postident-Verfahren unter Umständen wirksame Verträge abschließt. So kann der Kunde einen wirksamen Handy-Vertrag unterschreiben, auch wenn er nur sein Ausweisdokument vorlegt. Beim Postident Special-Verfahren ist so etwas zum Beispiel problematisch, da der Kunde sein Dokument erst kurz vor der Unterschriftsleistung erhält und ihm so die Prüfung des Inhaltes fast unmöglich ist. Sollten Vertragspartner der Post AG im Postident Speczial-Verfahren dem Kunden persönliche Dokumente mitsenden wollen, müssen sie dieses Ansinnen zuvor bei der Post AG genehmigen lassen. Dadurch wird der Kunde geschützt, in dem man ihm keine unzumutbaren Verträge vorlegt.

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