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Was ist die Arbeitnehmer Sparzulage?
Die Arbeitnehmersparzulage ist eine vom Staat gewährte Zulage, die das Vermögen von Arbeitnehmern fördern soll. Sie wird für Vermögenswirksame Leistungen gewährt, die als Geldleistung vom Arbeitgeber zusätzlich zum Bruttoeinkommen gewährt wird. Allerdings gewähren nicht alle Arbeitgeber Vermögenswirksame Leistungen. Um trotzdem von der Arbeitnehmersparzulage zu profitieren, können Arbeitnehmer auch selbst die Zahlungen in entsprechende Verträge über den Arbeitgeber anordnen.



Als Vertrag für Vermögenswirksame Leistungen können Anspruchsberechtigte aus unterschiedlichen Bankprodukten wählen, wobei unterschiedliche Ziele im Vordergrund stehen. Als Möglichkeit bieten sich beispielsweise Bausparverträge an. Dies sind für den eher sicherheitsorientierten Anleger bzw. für Menschen, die in naher Zukunft ein Haus bauen oder kaufen wollen, interessant. Anleger hingegen, die eine erhöhte Rendite suchen, finden diese über Investmentsparpläne in Aktienfonds. Egal, für welche Anlagen sich der Sparer entscheidet, sie müssen in jedem Fall die Bindefrist von sieben Jahren einhalten. Dies bedeutet, dass Anleger vor Ablauf dieser Zeit nicht mehr über ihr Geld verfügen können.

Die gesetzliche Grundlage der Arbeitnehmersparzulage ist das Fünfte Vermögensbildungsgesetz, in dem die Höhe der Förderung sowie die Voraussetzungen hierfür geregelt sind.

Arbeitnehmersparzulage können grundsätzlich alle Arbeitnehmer beantragen. Allerdings müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden. So muss zum einen ein Vermögenswirksamer Sparvertrag bei der Bank abgeschlossen, zum anderen müssen Einkommensgrenzen beachtet werden. Diese betragen für Singles 17.900 Euro pro Jahr, für Ehepaare 35.800 Euro. Nur wer diese Einkommensgrenzen nicht unterschreitet, hat Anspruch auf die Förderung. Allerdings handelt es sich bei diesen Einkommensgrenzen um das zu versteuernde Einkommen, das eigentliche Bruttoeinkommen kann daher je nach Höhe der Werbungskosten auch höher ausfallen. Ob die Einkommensgrenze erreicht oder überschritten wurde, wird jährlich bei der Beantragung der Arbeitnehmersparzulage ermittelt. Die Beantragung erfolgt nämlich über die Jahressteuererklärung. Das Finanzamt prüft anschließend, ob die Voraussetzungen zur Gewährung der Prämie erfüllt sind und bewilligt diese bzw. lehnt sie ab. Die jeweilige Entscheidung kann im Einkommenssteuerbescheid nachgelesen werden. Wurde die Arbeitnehmersparzulage bewilligt, wird sie nach Ablauf der Bindefrist für die jeweiligen Anlageprodukte überwiesen. Wird der abgeschlossene Vertrag allerdings vorher aufgelöst, etwa weil das Geld dringend benötigt wird, wird keine Arbeitnehmersparzulage gezahlt, denn hierbei handelt es sich um eine prämienschädliche Verfügung.

Die Höhe der Arbeitnehmersparzulage orientiert sich maßgeblich am gewählten Anlageprodukt. So werden für Bausparverträge derzeit neun Prozent Arbeitnehmersparzulage gezahlt, und zwar auf maximal 470 Euro pro Jahr. Ehepaare haben natürlich wieder die Möglichkeit, den doppelten Betrag einzuzahlen. Im Gegensatz hierzu beträgt die Förderung für Investmentsparer 18 Prozent, allerdings nur auf 400 Euro jährlich. Wer sich als Anleger nicht für ein Produkt entscheiden kann, kann auch beide wählen. Die Arbeitnehmersparzulage wird dann auch auf beide Produkte gewählt, der monatliche Sparbeitrag liegt dann allerdings bei ca. 80 Euro.

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