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Was ist die Steuerprogression?
Die so genannte Steuerprogression stellt das Wachstum des Grenzsteuersatzes im Bereich der Einkommensteuer dar, welche in Abhängigkeit zu dem zu versteuernden Einkommen steht. Bei einem Einkommenswachstum hat dies somit zur direkten Folge, eine steuerliche Zahlungserhöhung mit tragen zu müssen. Steigende Einkommensverhältnisse finden durch eine Progression darüber hinaus nicht nur eine höhere Besteuerung im absoluten Sinne, sondern sie werden in dem Fall auch prozentual bemessen und errechnet.



Allerdings kann zwischen diversen Steuerprogressionen differenziert werden. Auf der einen Seite gibt es die so genannte effektive Progression, deren Theorie besagt, dass die ungleiche Verteilung der Einkommenshöhen gemindert oder aber auch erhöht werden könne. Die Berechnung kann mit Hilfe von Ungleichverteilungskennzahlen stattfinden und zu entsprechenden Lösungen führen.

Auf der anderen Seite existiert die so genannte kalte Progression, welche durch eine Erhöhung der realen Steuerlast gekennzeichnet ist und auf Analysen beruht, die über einen bestimmten Zeitraum hinweg beobachtet und anschließend ausgewertet wurden.

Darüber hinaus gibt es die lineare Progression. Bei dieser Steuerprogression ist ein Steigen des Grenzsteuersatzes zu erkennen, welcher sich linear zum Spitzensteuersatz und ebenso zum Eingangssteuersatz erhöht. Der Stundentarif allerdings bildet eine Ausnahme, denn hierbei wird auf die Stufenmethodik gebaut, welche eine lineare Erhöhung verzichtbar macht. Bei jeder höheren Stufe, welche im Tarif erreicht wird, kommt der jeweils höhere Steuersatz zum Einsatz. Die Stufentarife sind hierbei aus diversen konstant verlaufenden Grenzsteuersätzen zusammengesetzt, wobei hier jedoch ebenso die Berechnung der Stufen einen Durchschnittssteuersatz zur Lösung hat, welcher in Abhängigkeit zum Einkommen steht. Auch, wenn der Tarif einstufiger Gestalt ist, so hat dies zur Folge, dass eine Summe aus Grenzsteuersatz (Grenzbelastung) und Freibetrag in einem Durchschnittssteuersatz resultieren, welches wiederum in Abhängigkeit zu dem steigenden Einkommen steht.

Unter einer indirekten Progression versteht man die Aufspaltung in den Bereich des nicht progressiven Grenzsteuersatzes und in den Bereich des Durchschnittsteuersatzes. Mit einer Erhöhung des Einkommens, welches versteuert werden soll, ist auch gleichzeitig eine Annäherung an die wirkliche (tatsächliche) Steuerbelastung zu erkennen.

In der Vergangenheit wurde bei der Berechnung einer Steuerprogression auf Polynome zurückgegriffen, welche eine Bilanz der Erhöhung des Grenzsteuersatzes darlegten und die Erhöhung bei ansteigenden zu versteuernden Einkommen zum Abflachen brachte.

Heutzutage werden der Einfachheit wegen diverse Geradengleichungen im Rahmen der Politik genutzt, welche unterschiedliche linear wachsende Grenzsteuersätze erkennen lassen. Die diversen Dokumente der Tarifgeschichte und ebenso Unterlagen über die Methoden zur genauen Kalkulation des jeweiligen Einkommenssteuertarifs können im deutschen Bundesfinanzministerium eingesehen werden und beinhalten die entsprechenden Tariftabellen und Berechnungsformeln zur genauen Bestimmung.

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