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Was ist ein Steuerfreibetrag?
Im deutschen Steuerrecht gibt es zahlreiche Steuerfreibeträge, die teilweise soziale Hintergründe haben, teilweise aber auch zur Vereinfachung des Besteuerungsverfahrens eingeführt wurden. Ein wichtiger Steuerfreibetrag ist der Grundfreibetrag. Damit wird der Betrag definiert, bis zu dessen Höhe keine Einkommenssteuer erhoben wird und damit ist der Teil des Einkommenssteuertarifes.



Zudem hat in Deutschland jeder Einkommenssteuerpflichtige einen Anspruch auf den sogenannten Grundfreibetrag. Im Jahr 2008 ist dieser jährl Steuerfreibetrag bei 7.664 Euro festgelegt. Damit wird dafür gesorgt, dass ein Einkommen, das als Existenzminimum bezeichnet wird, nicht noch zusätzlich mit Steuern belastet wird. Daher wird der Grundfreibetrag regelmäßig in Anlehnung an die Lebenshaltungskosten angepasst.

Ein Sparerfreibetrag ist für Anleger bestimmt. Hier werden Kapitalerträge aus Geldanlagen lediglich dann besteuert, wenn ein jährlicher Steuerfreibetrag in Höhe von 750 Euro überschritten wird. Hier wird sich allerdings ab dem 1. Januar 2009 eine Veränderung ergeben, die aus der Einführung der Abgeltungssteuer resultiert. Die Ermittlung der Steuerpflicht wird nach der Einführung der Abgeltungssteuer pauschaliert. Ab dem 1. Januar 2009 wird bei der Ermittlung der Einkünfte aus Kapitalvermögen ein Abzug in Höhe von 801 Euro für Werbungskosten als sogenannter Sparer-Pauschbetrag abgezogen, tatsächlich entstandene Werbungskosten können nicht mehr abgezogen werden. Entsprechend werden zwei Eheleute mit einem Pauschbetrag von 1.602 Euro belegt, dabei wird der Sparer-Pauschbetrag bei der Einfünfteermittlung bei jedem Ehegatten zur Hälfte abgezogen. Nur wenn der reale Kapitalertrag bei einem Ehepartner niedriger ist, kann der Pauschbetrag in tatsächlicher Höhe anteilig vom Ehepartner abgezogen werden.

Der Kinderfreibetrag in Deutschland berücksichtigt bei jedem Steuerpflichtigen pro Jahr einen Steuerfreibetrag für Kinder von 1.824 Euro für das Existenzminimum des Kindes. Für Betreuungs-, Erziehungs- und Ausbildungsbedarf kann zudem vom zu versteuernden Familieneinkommen ein Freibetrag in Höhe von 1.080 Euro für jedes in der Familie lebende Kind in Abzug gebracht werden. Weiterhin besteht die Möglichkeit auf einen Abfindungsfreibetrag. Der Alleinerziehendenfreibetrag sieht einen Entlastungsbetrag von 1.308 Euro im Jahr in Abzug von den tatsächlichen Einkünften vor, wenn im Haushalt mindestens ein Kind lebt, für das ein Kinderfreibetrag oder aber Kindergeldanspruch besteht. Das Einkommenssteuergesetzt § 24b gilt hier als Rechtsgrundlage. Pro Jahr besteht für jeden Monat ein Anspruch von einem Zwölftel des Entlastungsbetrages, sofern nicht für das ganze Jahr der Anspruch auf den Alleinerziehendenfreibetrag besteht.

Altersentlastungsfreibeträge werden gewährt, wenn der Steuerpflichtige in dem Jahr, das für die Einkommenssteuerberechnung zugrunde gelegt wird, das 64. Lebensjahr vollendet hat. Hiermit soll eine gerechte Besteuerung im Alter gewährleistet werden. Der Ausbildungsfreibetrag kommt zum tragen, wenn ein volljähriges Kind, für das Eltern aufgrund der Ausbildungssituation noch Kindergeld oder einen Kinderfreibetrag beanspruchen, auswärtig untergebracht ist, um die Ausbildung zu absolvieren. Hier besteht ein Anspruch auf 924 Euro für das Kalenderjahr, wenn das Einkommen des Kinder 1.848 Euro im Jahr nicht übersteigt, wird ansonsten anteilig gekürzt.

Weitere, wenn auch selten er gewährte, Freibeträge sind der Behindertenpauschbetrag, der Steuer Freibetrag für Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, der Übungsleiterfreibetrag oder der Rabattfreibetrag. Auch der Versorgungsfreibetrag sowie der Zukunftssicherungsfreibetrag finden gelegentlich Anwendung.

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