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Was ist ein Zinscap?
Die Definition eines Zinscaps steht im engen Zusammenhang mit dem Zinsfloor. Diese beiden Begriffe stehen sich auf der Bedeutungsebene gegenüber. Grundsätzlich bieten sie eine Ober-, sowie eine Untergrenze im Bereich der variablen Verzinsung. Man bezeichnet Zinscap und Zinsfloor auch als so genannte Zinsderivate. Dies beschreibt einen Wert, dessen Basis sich zinsbezogen ist. Neben den Caps und Floors existieren auch noch Forward Rates und Swaps. Außerdem zu den Zinsderivaten werden die Zielzinsanleihen gezählt. Das Besondere an dieser Variante ist die Vergleichbarkeit mit einer Anleihe und die nicht festgesetzte Rückzahlung auf zeitlicher Ebene. Diese erfolgt erst, sobald ein im Vorfeld festgesetzter Endbetrag erreicht wurde. Der Basiswert eines Derivats wird auch mit dem Begriff Underlying betitelt.



Ein Zinscap bezieht sich im Normalfall immer auf einen Geldmarktsatz. Dieser ist ein Teil des Finanzmarktes. Auf ihm wird Bargeld gehandelt. Der Bestand dieses Marktes wird durch den Diskontsatz der Zentralbank geregelt. Besteht und ein höherer Bedarf, als es dieser Satz erlaubt, wird versucht den Bedarf auf dem Markt zu decken. Hierzu wird Bargeld an andere Gesellschaften vergeben. Zu den Geldmarktsätzen zählen Libor und Euribor. Der Libor ist eine Abkürzung für den London Interbank Offered Rate. Dieser ist ein festgelegter Referenzzinssatz. Zur Anwendung kommt dieser Wert im Interbankengeschäft. Zur Fixierungen des Zinssatzes kommt es täglich um 11 Uhr nach Londoner Zeit. Die hier festgelegten Werte werden von international agierenden britischen Banken bestimmt. Zusätzlich werden auch Gelder von anderen Banken aufgenommen. Dieser wiederum werden durch Angebotszinsen, auch Libor Zinsen genannt finanziert.

Beim Euribor handelt es sich ebenfalls um einen Marktzinssatz. Dieser handelt mit so genannten Termingeldern in der Währung Euro. Dies beschreibt Anlagen, welche lediglich für einen bestimmten Zeitraum angelegt werden. Ausgeschrieben bezeichnet man den Euribor auch als Euro Interbank Offered Rate. Im Jahr 1999 löste dieser den Fibor ab. Täglich werden in Brüssel, wiederum um 11 Uhr Ortszeit die Durchschnittssätze bekannt gegeben. Diese sind zur Zinsabrechnung am Kapitalmarkt notwendig. Der aktuelle Euribor wird täglich in einschlägigen Tageszeitungen veröffentlicht. Der errechnete Zinssatz wird üblicher Weise mit drei Stellen nach dem Komma angegeben. Hierbei handelt es sich um eine Richtlinie, oder eine Verhandlungsbasis für kurzfristige Kreditanträge, oder für Festgeldanlagen. Festgelder zählen zu den Termingeldern und werden über einen bestimmten Zeitraum hinweg angelegt. Nach den Verwaltungskosten und der Kreditsumme errechnet die entsprechende Bank dann den Festgeldzins. Hierbei spricht man auch von der Leihe von so genanntem Eurogeld. Dieses wird mit dem Zinssatz des Euribor und einem bankspezifischen Zuschlag vergeben. Dieser Aufschlag beträgt in der Regel zwischen 0,5 und 2 Prozent.

Die Caps und Floors werden in Perioden der Zinsanpassung unterteilt. Wird die Caprate durch den Geldmarktsatz überschritten, so wird die Differenz durch den Cap beglichen. Im entgegengesetzten Fall zahlt die so genannte Floorrate. Zinscaps dienen also dazu, Zinsen für verzinsliche Anleihen, welche variabel sind, zu fixieren.

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