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Was ist eine Avalprovision?
Bei der Avalprovision handelt es sich um die Zahlung eines Bankkunden für eine ihm gegenüber eingeräumte Bürgschaft oder Garantie, welche gelegentlich auch als Avalkredit bezeichnet wird. Eine Bürgschaft wird häufig als Sicherheit bei der Kreditvergabe verlangt. Im gewerblichen Bereich bieten landeseigene Bürgschaftsbanken die entsprechende Dienstleistung an, private Kunden können sich an eine beliebige Geschäftsbank wenden, wenn sie eine Bürgschaft gestellt bekommen wollen. Für den Kreditgeber gilt die Bürgschaft einer Bank als erstklassig.



Während landeseigene Bürgschaftsbanken die Konditionen für ihre Bürgschaften einschließlich der Höhe der zu zahlenden Gebühren und der Avalprovisionen im Internet veröffentlichen, findet sich im Preis- und Leistungsverzeichnis einer Geschäftsbank in der Regel keine Information über die Höhe der für eine Bürgschaft zu zahlenden Prämie. Die Ursache für die Nichtnennung der Höhe der Avalprovision im Preisaushang lässt sich darin finden, dass die Banken diese in jedem Einzelfall gesondert aushandeln und dabei die Kreditwürdigkeit ihres Kunden berücksichtigen. Die Unterscheidung der für eine Bürgschaft berechneten Avalprovision ist gerechtfertigt, da eine Bürgschaft für die Bank nur dann zu einer echten Verbindlichkeit wird, wenn der Schuldner die eigentliche Forderung nicht mehr bedienen kann. Aus diesem Grund berechnet die Bank einem Kunden mit sehr guter Bonität einen deutlich geringeren Preis für die Bürgschaft als einem Bankkunden mit lediglich guter Bonität. Eine schlechte Bonität führt grundsätzlich zu einer Ablehnung der Bürgschaftsanfrage. Für die Bank stellt die Avalprovision auch einen Ausgleich dafür dar, dass sie die zugesagte Bürgschaft als Eventualverbindlichkeit auf ihr Eigenkapital anrechnen muss. Die Anrechnung erfolgt jedoch nur mit einem relativ geringen Prozentsatz der Bürgschaftssumme.

Eventualverbindlichkeit bedeutet, dass die Bank zur Leistung ihrer Bürgschaft verpflichtet ist, wenn ihr Kunde seinen Verpflichtungen nicht nachkommt. In diesem Fall hat sie selbstverständlich das Recht auf Rückzahlung des verauslagten Betrages durch ihren Kunden. Die Zahlung der Avalprovision erfolgt in der Regel vierteljährlich oder jährlich, abweichende Vereinbarungen sind selbstverständlich möglich. Das Stellen einer Bürgschaft ist auch im Mietrecht als Alternative zur Leistung einer Kaution vorgesehen. Für den Mieter bietet die Mietbürgschaft den Vorteil, dass er sein Konto nicht direkt belasten muss. Stattdessen zahlt er lediglich eine geringe Avalprovision an die Bank. Allerdings trägt er diese Kosten alleine, während der Vermieter die geleistete Kaution verzinsen muss. Die vom Vermieter verlangte Bürgschaft darf die gesetzlich definierte maximale Höhe der Mietsicherheit nicht übersteigen, so dass auf Grund des relativ geringen Betrages die Avalprovisionen für Mietwohnungen ebenfalls niedrig ausfallen. Avalprovisionen werden nicht ausschließlich von Banken in Rechnung gestellt, da auch Versicherungsgesellschaften Bürgschaften vergeben können.

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