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Was ist eine Kredit Bürgschaft?
Angenommen, das Dach eines älteren Eigenheimes muss neu gedeckt werden, weil der alte Dachbelag undicht geworden ist, dann handelt es sich nicht um eine "Renovierung" oder "Verschönerung", die aufgeschoben werden könnte. Ein Gegenfall wäre, dass beispielsweise das Badezimmer vollkommen erneuert werden soll, aber die finanziellen Mittel dazu fehlen. Im letzteren Fall kann abgewartet werden, weil es das alte Bad immer noch ein paar Jahre macht. Es muss nichts erzwungen werden und hat Zeit, bis die finanziellen Mittel vorhanden sind, um alles aus eigener Tasche bezahlen zu können. Es muss kein Kredit aufgenommen werden, der vielleicht wegen unzureichender Bonität gar nicht gewährt würde. Das Leben geht trotzdem weiter.



Aber wie sieht es mit einem kaputten Dach aus? Es konnte jahrelang mit Notreparaturen immer wieder geflickt werden; doch dann war der Punkt erreicht, dass nichts mehr ging. Ein Unwetter hatte das Häuschen regelrecht absaufen lassen. Die vernünftigste Entscheidung ist dann nur, das Dach neu decken zu lassen. Aber wer soll das bezahlen? Einen Kredit gibt es wegen fehlender Bonität nicht, weil Mann und Frau beispielsweise Hartz-IV-Empfänger sind. Selbst die Beteuerung, dass der Kredit regelmäßig und pünktlich getilgt werden würde, stellt für einen Kreditgeber kaum eine Sicherheit dar, denn er weiß ja nicht, was noch alles kommen wird, was die Kreditnehmer zahlungsunfähig machen könnte.

Eine Bürgschaft? Was ist das? Das ist nichts weiter als ein Freundschaftsdienst. Wer sich als Bürge verpflichtet und etwas unterschreibt, womit sich das Kreditinstitut absichert und danach einen Kredit gewährt, weil der Bürge Bonität besitzt, also zahlungskräftig ist, muss damit rechnen, dass seine „Schützlinge“ plötzlich die Raten nicht mehr bezahlen können. Die Gründe, warum sie das nicht können, sind dann für das Kreditinstitut vollkommen gleichgültig. Nun muss der Bürge aufkommen; schließlich hatte er ja „gebürgt“ und seine Hand ins Feuer gelegt. In der Regel wird es sich so verhalten, dass die Leute mit dem neuen Hausdach ihre Raten bezahlen, sodass sich der Bürge keine Gedanken machen muss. Er hatte mit seiner Unterschrift ausgeholfen und nicht zugesehen, wie das Haus seiner Freunde allmählich unbewohnbar wird. Aber was passiert, wenn sie tatsächlich nicht mehr zahlen, weil beide bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen sind? So etwas soll ja vorkommen. Dann wird der Bürge zur Kasse gebeten, so lange es keine neuen Besitzer des Hauses gibt. Oder er übernimmt das Haus selbst. Ein Vorkaufsrecht hat er ja.

Wer eine Bürgschaft übernimmt, muss sich bewusst sein, dass es im Falle eines Reinfalles verschmerzbar sein muss. Es können selbst bei einer guten Freundschaft keine Risiken eingegangen werden, die einem selbst in den Ruin treiben könnten. Bei Bürgen handelt es sich zumeist um nahe Verwandte. Auch Unternehmensleitungen gehen für ihre Mitarbeiter auf Bürgschaften ein, wenn es sich um Notfälle handelt und das Kreditinstitut eine Bürgschaft zur Bedingung stellt.

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