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Was ist Islamic Banking?
Wer Islamic Banking durchführen möchte, versucht stets seine Bankgeschäfte in Übereinstimmung mit den religiösen Regeln des Islam oder / und der Schariah zu gestalten. Hierbei müssen bestimmte Regeln beachtet werden, um das Islamic Banking auch durchführen zu können.



Es herrscht allgemeines Zinsverbot (Riba), es gilt das Verbot der Spekulation (Gharar) und des Glücksspiels (Maysir, Quimar). Des Weiteren sind soziale und ethnische Ausschlusskriterien, was auch Haram genannt wird, zu beachten. Zu diesen gehören insbesondere das Verbot der Investitionen in Alkoholherstellung und auch dessen Vertrieb, in Prostitution, in Pronografie und in die Verarbeitung von Scheinefleisch sowie Schweinefleischhandel. Erklärt werden sollte an dieser Stelle das Zinsverbot, welches auch ganz besondere Wichtigkeit erfährt. Dieses „Verbot“ führte schon frühzeitig zu Umgehungsgeschäften, so kann man zum Beispiel eine bestimmte Ware mit Zahlungsziel kaufen und (wie auch im Handel üblich) zu einem günstigeren Preis an den Verkäufer wieder zurück veräußern. Was geschieht bei diesem Vorgang, eigentlich hat die Ware den Besitzer nicht gewechselt, aber sein Eigentumsverhältnis, es wurde Geld ausgezahlt und das Ergebnis, welches hierbei entsteht, kann ökonomisch betrachtet, mit einem verzinsten Kredit verglichen werden. Die Bank nimmt hierbei lediglich die selben Rechte an, wie es ein Händler auch tun würde, sie kauft etwas und verkauft es wieder - Der Zins eines Geschäftes im Kreditbereich wird hier nach der Rechtsauffassung des Islam also nur zur Gewinnspanne benutzt. Hierbei muss noch erwähnt werden, dass der Handel im Islam natürlich erlaubt, nein sogar erwünscht ist, Zins jedoch verboten.

Die Frage stellt sich natürlich, wie es zu Islamic Banking überhaupt kam. Nachfolgend kurz zur Geschichte der islamischen Banken. In den 1970er Jahren entstanden die ersten islamischen Situationen finanzieller Hinsicht in ihrer modernen Form. Fünf Jahre später beschlossen islamische Staaten eine Bank - die Islamische Entwicklungsbank, kurz IDB, zu gründen. In erster Linie sollte sie die wirtschaftliche Entwicklung sowie den sozialen Fortschritt der Mitgliedsstaaten fördern. Hierbei sollte auf jeden Fall alles auf islamischem Recht basieren; im selben Jahr (1975) nahm auch in Dubai eine Bank, die Islamic Bank, ihren Betrieb auf. Mittlerweile bestehen schon mehr als 270 islamische Banken in über 75 Länder auf der ganzen Welt, sie verfügen insgesamt über rund 13 Mrd. US-Dollar Marktkapitalisierung und über ein Guthaben von 265 Mrd. US-Doller, des Weiteren getätigte finanzielle Investitionen in Höhe von 400 Mrd. US-Dollar. Der Ort Kuala Lumpur ist für die Islam Banking immer noch der wichtigste Bankenplatz, diesem folgen Bahrain, Dubai und Kuwait. Ebenso hat sich die Regierung von Singapur im Jahr 2006 an diesem Wettbewerb beteiligt. Jene islamischen Banken, welche sich zum Beispiel in Pakistan (seit dem Jahr 1979), im Iran (seit 1983) und im Sudan (seit 1983) befinden, sind gesetzlich dazu verpflichtet, die oben genannten Prinzipien des Islamic Banking zu befolgen. In den anderen Ländern, in welchen der Islam gilt, besteht Selbstverpflichtung seitens der Shariah.

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