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Was ist Leasing?
Der Begriff Leasing kommt vom englischen "lease“, welches ein Synonym für "Miete“ bzw. "Pacht“ ist. Daher ist Leasing eine Art Miete bzw. Pacht. Dem Verwendungszweck nach kann das Leasing zugleich eine Art Finanzierung sein. Beim Leasing schließen zwei Partner, ein Leasinggeber und ein Leasingnehmer, einen Leasingvertrag ab, durch den der Leasinggeber dem Leasingnehmer für eine bestimmte Leasinglaufzeit gegen die Zahlung von einer monatlichen Leasinggebühr ein Leasingobjekt zur Nutzung überlässt. Soweit die Ähnlichkeit zum Mieten bzw. Pachten, bei denen ebenfalls Objekte zur Nutzung überlassen (gemietet bzw. gepachtet) werden.



Der gravierende Unterschied zum Mieten bzw. Pachten ist, dass ein Leasingvertrag zusätzlich eine Kaufoption des jeweiligen Leasingobjekts beinhalten muss. Hiermit wird vertraglich festgelegt, ob der Leasingnehmer sich verpflichtet, nach Ablauf der festgelegten Laufzeit das Leasingobjekt zu erwerben, oder erst dann entscheiden kann, ob er es erwirbt. Falls der Leasingnehmer auf sein Kaufrecht verzichtet, steht es dem Leasinggeber frei, das Leasingobjekt einem Dritten zu veräußern. Während der gesamten Laufzeit des Leasingvertrages bleibt der Leasinggeber Eigentümer des Leasingobjektes.

Falls der Leasingnehmer per Vertrag verpflichtet ist, das Leasingobjekt zu erwerben, handelt es sich es um ein langfristiges "Finanzierungsleasing“, ist dagegen die Kaufoption offen, handelt es sich es um ein kurzfristiges "Operatingsleasing“. Beim Finanzierungsleasing hat der Leasingnehmer Verpflichtungen zu tragen, die beim Operatingsleasing der Leasinggeber trägt, wie zum Beispiel Wartung, Instandsetzung, Reparaturen, Versicherungen.

Die verschiedenen Arten Leasingobjekte

Als Leasingobjekte können neben Immobilien auch mobile Objekte dienen.

Klassische Immobilienobjekte sind kommunal genutzte Häuser, wie Rathäuser, Finanzämter, Krankenhäuser, Verwaltungsgebäude sowie Industrieimmobilien, wie Kraftwerke, Produktionsgebäude.

Klassische mobile Leasingobjekte sind vor allem Autos, Busse, Flugzeuge und Container, mittlerweile aber auch Werkzeugmaschinen, Büromaschinen bzw. ganze Büroeinrichtungen oder ganze Fertigungsanlagen, Hardware, Software.

Mittlerweile ist das Leasing eines Autos auch für Privatpersonen eine interessante Alternative zur Bankfinanzierung geworden. Sinnvoll ist das Autoleasing, immer dann, wenn die Kosten steuerlich geltend gemacht werden sollen. Da die gesamten Leasingkosten den Finanzierungskosten (Kreditzinsen) gegenüber höher liegen, sind beim Leasing dementsprechend höhere Steuerersparnisse erzielbar.

Vorteile und Nachteile des Leasings

Ein Leasingnehmer, der ein Objekt least, anstatt es zu erwerben, behält seine Liquidität. Am Ende der Leasinglaufzeit kann er es dann viel kostengünstiger erwerben, da es mittlerweile nicht mehr neuwertig ist. Zu bedenken es jedoch, dass beim Finanzierungsleasing der Leasingnehmer das Leasingobjekt vor Ende der Laufzeit nicht verkaufen kann. Außerdem ist der Leasingvertrag seitens des Leasingnehmers grundsätzlich nicht kündbar, im Falle einer vorzeitigen Kündigung kann der Leasinggeber zudem eine Abstandszahlung verlangen. Falls der Leasingnehmer seine vertraglich festgelegten Verpflichtungen nicht nachkommt, ist der Vertrag seitens des Leasinggebers dagegen problemlos kündbar.

Ein gravierender Vorzug des Leasings ist die Freiheit und die Flexibilität der Vertragspartner bei der Gestaltung des individuellen Leasingvertrags. Die Vertragskonditionen, vor allem die Laufzeit und die Zahlungskonditionen, sind nach den subjektiven Vorstellungen und Bedarf der Leasingpartner relativ frei vereinbar.

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