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Was kann ein geldwerter Vorteil sein?
Neben dem Arbeitseinkommen kann ein Arbeitnehmer auch Sach- oder Geldleistungen außerhalb seines einkommensteuerpflichtigen Einkommens erhalten, die dann steuerrechtlich als sogenannter geldwerter Vorteil deklariert werden. Als geldwerter Vorteil wird im Arbeits-, Sozialversicherungs- sowie auch im Steuerrecht immer dann eine Einnahme bezeichnet, wenn sie sich zwar aus dem Zusammenhang mit dem Arbeitsverhältnis ergibt, aber häufig auch nicht in Form von Geld zur Auszahlung gelangt. Der sogenannte geldwerte Vorteil bereichert den Arbeitnehmer und steht in direktem Zusammenhang mit der Erbringung seiner Arbeitskraft für den Arbeitgeber.



Der geldwerte Vorteil kann in einmaliger Form, zum Beispiel aus besonderem Anlass, oder aber in regelmäßiger Form, zum Beispiel in der Nutzung eines Dienstwagens auch zu privaten Zwecken, vom Arbeitgeber an den Arbeitnehmer erbracht werden. Neben Sachbezügen kann aber auch ein laufender oder einmalig ausgezahlter zusätzlicher Lohn, auch wenn dies eher die seltenere Variante ist, zum geldwerten Vorteil gehören. Der geldwerte Vorteil kann auch als Sachleistung, Naturalleistung oder auch zusätzliche Leistung bezeichnet werden.

Der geldwerte Vorteil, egal ob einmalig oder regelmäßig geleistet, gehört zum einkommensteuerpflichtigen Einkommen des Arbeitnehmers, zu dem dann sämtliche Güter gehören, die in Geld- oder Sachleistung zur Auszahlung an den Arbeitnehmer gelangen. Die gebräuchlichste Form des geldwerten Vorteils ist die Überlassung eines Dienstwagen zur privaten Nutzung durch den Arbeitnehmer. Auch das verbilligte Kantinenessen ist sehr verbreitet und gehört zu dieser Vorteilsgewährung auch dazu.

Grundsätzlich finden nur die geldwerten Vorteile keine Anrechnung in der Steuerpflicht des Arbeitnehmers, wenn sie pro Kalendermonat den Betrag von 44 Euro nicht überschreiten. Neben der Überlassung des Dienstwagens für den privaten Gebrauch kann somit auch die verbilligte oder sogar kostenlose Verpflegung ein geldwerter Vorteil sein, der steuerlich zu berücksichtigen ist. Auch die Vergaben von Waren an Arbeitnehmer, die eben jener aufgrund seines Arbeitsverhältnisses billiger oder sogar unentgeltlich gehört, fallen in den Bereich des geldwerten Vorteils. Ferner kann es eine Wohnung sein, die einem Arbeitnehmer preiswerter als üblich oder sogar kostenlos zur Verfügung gestellt wird, weil dieser beispielsweise aufgrund von Bereitschaftsdiensten im unmittelbaren Umfeld der Firma übernachten sollte. Im Rahmen der Aktienoptionen können sich auch geldwerte Vorteile für Arbeitnehmer ergeben, wenn nämlich die Differenz, die sich zwischen aktuellem Kurswert an der Börse und dem Basiswert einer Aktie aufgrund der Tätigkeit, die dieser ausübt, zur Verfügung gelangt sind. Auch Benzingutscheine, die ohne Wertangabe zur Verfügung gestellt werden, sind als geldwerte Vorteile in der Steuererklärung aufzuführen.

Grundsätzlich ergibt sich der geldwerte Vorteil immer aus dem Arbeitsverhältnis heraus, das zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer besteht. Auch einmalige Beträge oder Sachleistungen sind immer zu berücksichtigen bei der Steuererklärung, sofern sie oben genannte Werte überschreiten.

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