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Was sind Bundeswertpapiere?
Unter Bundeswertpapieren versteht man festverzinsliche Wertpapiere, die von der Bundesrepublik Deutschland begeben werden. Die dienen grundsätzlich der Finanzierung von Defiziten des Bundeshaushalts und helfen somit, dass anderweitige Kredite nicht aufgenommen werden müssen. Die Verwaltung der Bundeswertpapiere wird von der Deutschen Finanzagentur GmbH übernommen. Anleger haben gleichzeitig die Möglichkeit, ihre Bundeswertpapiere dort verwahren zu lassen. Der große Vorteil hierbei ist, dass die Depotführung in jedem Fall kostenlos ist. Dafür müssen Kunden allerdings auf eine persönliche Beratung verzichten, die Kontoführung erfolgt vielmehr online, per Post oder Telefon.



Aktuell sind mehrere verschiedene Bundeswertpapiere auf dem Markt. Sie unterscheiden sich in erster Linie nach ihrer Laufzeit. Im kurzfristigen Bereich finden sich beispielsweise die Finanzierungsschätze oder die Bundesschatzanweisungen, im langfristigen Bereich sind die Bundesanleihen oder auch die Bundesschatzbriefe zu haben. Auf die Sicherheit ihrer Gelder müssen Anleger jedoch in keinem Fall verzichten, denn die Bundesrepublik Deutschland gilt als solventer Partner, Verluste sind ausgeschlossen. Daher werden Bundeswertpapiere auch gern für die Anlage von Mündelgeldern genutzt. Im Gegensatz zu anderen festverzinslichen Wertpapieren weisen Bundeswertpapiere auch keinen Kurs aus. Sie können, je nach Art und Kondition, entweder während der Laufzeit verfügt werden, aber auch die Sperre über die Dauer der Anlage ist möglich.

Nachfolgend sollen die wichtigsten Bundeswertpapiere kurz erläutert werden.

Die neueste Emission von Bundeswertpapieren ist die Tagesanleihe. Sie ist seit Juli 2008 auf dem Markt und soll eine Alternative zum Tagesgeldangebot der Banken darstellen. Der Zins der Tagesanleihe wird hierbei täglich neu nach dem Eonia-Zins ermittelt, auch die Zinsen werden täglich bezahlt. Somit haben Anleger die Möglichkeit, einen Zinseszinseffekt zu nutzen und somit eine höhere Rendite zu erzielen.

Eine beliebte Form der Bundeswertpapiere sind zudem die Bundesfinanzierungsschätze. Sie weisen Laufzeiten von einem oder zwei Jahren auf und stehen so in Konkurrenz zu den Termingeld- oder Sparbriefangeboten der Banken. Ebenso wie diese sind Bundesfinanzierungsschätze während der Laufzeit nicht verfügbar. Vergleicht man die Zinssätze, werden Finanzierungsschätze allerdings häufig besser verzinst. Zu beachten ist lediglich die Depotgebühr der Hausbank, die die Rendite schmälern könnte.

Auch Bundesschatzbriefe erfreuen sich bei den Anlegern großer Beliebtheit. Diese Anlagen stellen eine Besonderheit dar, denn sie weisen keinen festen Zins über die Laufzeit aus, sondern es gibt eine Zinsstaffel, die bereits bei Abschluss fest vereinbart wird. In den ersten Jahren ist der Zins demnach relativ gering, er steigt aber zunehmend an, so dass die Gesamtrendite wieder im Durchschnitt anderer Anlagen liegt. Weiterhin haben Anleger die Möglichkeit, Bundesschatzbriefe, die ja Laufzeiten von sechs und sieben Jahren aufweisen, nach Ablauf von einem Jahr zu verfügen. Auch können Anleger die Zinszahlung wählen. Sie wird beim Bundesschatzbrief Typ A jährlich gezahlt, beim Typ B hingegen werden die gesamten Zinsen gesammelt und erst bei Ablauf ausgezahlt. Diese Anlageform ist vor allem für Menschen interessant, deren Freistellungsvolumen ausgeschöpft ist und die die Zinszahlung beispielsweise auf das Rentenalter verlegen wollen.

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