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Was sind Inhaber Aktien?
Inhaberaktien sind, im Gegensatz zu Namensaktien, nicht auf den Namen des Inhabers ausgestellt. Der Inhaber der Aktie kann deshalb ummittelbar seine Rechte geltend machen. Die Übertragung einer Inhaberaktie geschieht durch Einigung und Übergabe, üblicherweise über den Aktienhandel an der Börse. Da dies meist elektronisch über das Handelssystem XETRA erfolgt, ist die Übergabe sogar anonym. Weil in den seltensten Fällten tatsächlich Aktien in Papierform übertragen und Aktiendepots als Konten geführt werden, erfolgt die Übertragung sogar unmittelbar nach dem Kauf und der neue Inhaber kann sofort seine Rechte als Aktionär ausüben.



Die Inhaberaktie ist wegen der Einfachheit der Übertragung die häufigste anzutreffende Form der Aktie. 90 % aller an deutschen Börsen gehandelten Aktien sind Inhaberaktien.

Bei der Namensaktie hingegen ist im Aktienregister der Aktiengesellschaft der Inhaber mit seiner Adresse, seinem Geburtsdatum und der Stückzahl seiner Aktien eingetragen. Dies hat für die Aktiengesellschaft den Vorteil, dass sie über die Aktionäre und ihre Anteile immer informiert ist. Dies erschwert eine feindliche Übernahme, da es sofort auffällt, wenn ein Investor seinen Aktienbestand immer weiter erhöht. Diese Sicherheit ist jedoch mit einem relativ hohen Aufwand verbunden, den die ständige Aktualisierung des Aktienregisters nach sich zieht. Ein weiterer Nachteil der Namensaktie ist, dass viele Investoren lieber anonym bleiben wollen. Sie investieren dann lieber in Unternehmen, die Inhaberaktien ausgeben.

Inhaberaktie ist aber auch nicht gleich Inhaberaktie. Das Aktienrecht lässt es zu, verschiedenen Aktientypen mit jeweils unterschiedlichen Rechten auszugeben. In Deutschland sind hier die Stamm- und Vorzugsaktien die üblichen Formen. Die Stammaktie ist dabei die normale Form, die dem Aktionär sowohl Dividenden- als auch Stimmrechte verschafft. Die Vorzugsaktie berechtigt zu einer höheren Dividende, dafür erhält der Aktionär kein Stimmrecht. Somit ist für den Kleinsparer, der kein Interesse hat, an einer Aktionärsversammlung teilzunehmen, die Vorzugsaktie vorteilhafter. Großaktionäre wie Banken oder Versicherungen dagegen haben eher ein Interesse an Stammaktien, da sie durch ihr Stimmrecht Einfluss auf das Unternehmen nehmen möchten.
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