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Was sind Schulden?
Der Begriff Schulden bezeichnet die Summe der Verbindlichkeiten einer Person gegenüber einer anderen Person oder Einrichtung. Schulden können sich sowohl auf Sachgüter oder Dienstleistungen beziehen, wobei insbesondere in der Finanzwelt Schulden im Sinne von entliehenem Geld angesehen werden. Der als Schuldner bezeichnete Entleiher einer Leistung kann nicht nur eine Privatperson sondern auch eine Personengruppe, ein Privatunternehmen oder ein Staat sein. Es ist möglich, dass sich Schulden summieren und je nach Einkommen schrittweise zurückbezahlt werden müssen.



Schulden mit einem höheren Wert oder einer langen Laufzeit stehen bei der Rückzahlung an erster Stelle. In der Regel entrichten Schuldner ihrem Entleiher für den Aufwand eine Entschädigung, dessen Höhe richtet sich nach Wert und Laufzeit der Schulden. In der Finanzwelt wird diese Art von Aufwandsentschädigung Zins genannt, dessen Höhe ist in der Regel per Vertrag geregelt. Bei einer Verzinsung der Schulden ist zu beachten, dass diese zumeist jährlich berechnet wird und erhaltene Zinsen wiederum mit Zinsen belegt werden (Zinseszins).

Falls ein Schuldennehmer seine Schulden durch sein Einkommen bzw. seinen pfändbaren Besitz nicht mehr begleichen kann, nennt man dies Überschuldung. Eine Überschuldung ist des Öfteren im Vorfeld abzusehen und muss bei Erkennung unverzüglich den zuständigen Behörden gemeldet werden um entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Die überschuldete Person oder Einrichtung besitzt die Möglichkeit sich an eine Schuldner- oder Insolvenzberatung zu wenden, diese können die Möglichkeit eröffnen eine Restschuldbefreiung zu veranlassen, welche allerdings voraussetzt, dass über einen Zeitraum von sechs Jahren der Großteil des Vermögens bei den Gläubigern entrichtet wird. Bei einer Privatperson ist von einer Überschuldung auszugehen, wenn diese mit der Höhe ihres Einkommens und ihres verwertbaren Vermögens voraussichtlich innerhalb der nächsten sechs Jahre keinen Schuldenausgleich erreichen kann. Im Bereiche der privaten Haushalte werden immer öfters Überschuldungen beobachtet, welche einen Grund für Mietausfälle darstellen.

Die Überschuldung eines Unternehmens kann zur Schließung des Betriebes, zu einer Übernahme oder einer Unternehmensfusion führen. Verantwortliche die eine Überschuldung nicht melden können strafrechtlich verfolgt werden und müssen mit Haftstrafen rechnen.

Im öffentlichen Rechnungswesen wird zwischen rentierlichen und unrentierlichen Schulden unterschieden. Die Ersteren bezeichnen Schulden welche durch Sondermittel beglichen werden müssen, die Zweiteren Schulden welche aus laufenden Haushaltsmitteln gedeckt werden müssen. In Deutschland besteht insbesondere im staatlichen Apparat eine hohe Verschuldung, dessen Kreditgeber nicht nur fremden Nationen sondern auch die deutschen Bürgern sind. Insbesondere in Zeiten einer schlechten Konjunktur wird die Schuldenaufnahme bzw. Neuverschuldung als notwendiges Mittel zur Erfüllung von Pflichtaufgaben angesehen.

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