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Was sind Schuldverschreibungen des Bundes?
Körperschaften des öffentlichen Rechts, wie beispielsweise der Bund oder die Bundesländer, decken ihren Kapitalbedarf durch Kredite und Schuldverschreibungen. Bei Bundesschuldverschreibungen handelt es sich um, Wertpapiere mit kurz- und mittelfristigen Laufzeiten. Hierbei verpflichtet sich die Bundesrepublik Deutschland, als emittierende Kör-perschaft des öffentlichen Rechts, den vereinbarten Geldbetrag bei Fälligkeit der Schuldverschreibung zu zahlen.



Bei den Bundesschatzbriefen, der hauptsächlichen Form der Schuld-verschreibungen des Bundes handelt es sich um keine spekulativen Pa-piere. Diese werden nicht an der Börse gehandelt. Dadurch bieten sie den Anlegern ein hohes Maß an Sicherheit, erzielen jedoch bescheide-nere Erträge während ihrer Laufzeit, als Aktien oder Fondsanteile.

Besonders beliebt bei privaten Anlegern ist der Bundesschatzbrief. Der Kreis der Investoren ist jedoch gesetzlich eingeschränkt: Erwerben können natürliche Personen (Bürger) und gemeinnützige Organisationen die Bundesschatzbriefe. Die Höhe der Anlagegelder ist unbegrenzt. Kleinanlegern kommt die Stückelung von 50 Euro pro Schuldverschrei-bung sehr entgegen. So kann, je nach persönlicher Liquidität, Geld in Bundesschatzbriefe investiert werden. Ebenfalls flexibel ist die Rück-zahlung. Ist das erste Laufzeitjahr vorbei, kann sich pro Gläubiger ma-ximal 5.000 Euro Nennwert im Zeitraum von 30 Zinstagen zurückbe-zahlt werden. Durch den gebührenfreien Erwerb und gleichfalls kos-tenlose Einlösung der Bundesschatzbriefe, sind diese nach wie vor in der Bevölkerung populär.

Unterschieden wird in Bundesschatzbriefen der Typen A und B. Bei ei-nem Bundesschatzbrief von Typ A erfolgt jährlich eine Zinszahlung, während bei einer Schuldverschreibung von Typ B erst am Ende der Laufzeit die angesammelten Zinsen ausbezahlt werden. Der Vorteil von dieser Art des Bundesschatzbriefes sind etwas höhere Erträge als mit Typ A. Hier wird zum Ende der Laufzeit lediglich der Nennwert ohne Verzinsung zurückbezahlt, da die Zinsen jährlich zurückbezahlt wur-den.

Bei den beiden Arten des Bundesschatzbriefes gibt es noch weitere Unterschiede: So beträgt die Laufzeit bei einem Bundesschatzbrief Typ A sechs Jahre und bei Typ B sieben Jahre.

Verwaltet werden die Schuldverschreibungen des Bundes durch die Fi-nanzagentur der Bundesrepublik Deutschland.
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