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Was sind thesaurierende Fonds?
Thesaurierende Fonds sind Fonds, deren Erträge aus Aktiengewinnen oder Zinsen nicht an die Anleger ausgeschüttet werden, sondern im Vermögen des Fonds bleiben. Das ist deshalb so, da die erzielten Erträge sofort wieder in weitere Anteile des Fonds angelegt werden. Durch die sofortige Wiederanlage hat der Anleger den Vorteil, dass er vom Zinseszins profitieren kann und gleichzeitig mehr Anteile am Investmentfond kauft.



Bei der Gewinnbesteuerung ergibt sich kein Unterschied zwischen ausschüttenden und thesaurierenden Fonds. Für inländische Dividenden gilt, dass eine Kapitalertragssteuer von 20% auf die gesamte ausgeschüttete oder thesaurierte Dividende erhoben wird, egal ob sie nach dem Halbeinkünfteverfahren nur zur Hälfte steuerpflichtig ist oder sogar steuerfrei. Diese Kapitalertragsteuer kann auf die Einkommen- oder Körperschaftsteuer angerechnet werden. Daneben werden 25% Köperschaftssteuer abgezogen, die als Definitivsteuer bezeichnet wird, da sie nicht angerechnet werden kann. Es existiert nur der Spezialfall, dass bei der Thesaurierung als Ausgleich für die Definitivsteuer in- und ausländische Gewinne steuerfrei bleiben oder nur zur Hälfte besteuert werden. (Halbeinkünfteverfahren). Unterschiedlich zu ausschüttenden Fonds ist die Abzugssteuer, denn diese wird kontinuierlich von den im Fonds verbleibenden Erträgen abgeführt. Dazu zählen die Zinsabschlagsteuer und die Kapitalertragsteuer und der Solidaritätszuschlag. Verfügt man jedoch über hohe Freistellungsaufträge oder eine Bescheinigung zur Nichtveranlagung (NV-Bescheinigung), so kann man bei gezielten Sparplänen, Investmentfondsanteile in der Höhe der Steuern, die abgeführt wurden, erhalten. Die Abzugssteuer bei ausschüttenden Fonds dagegen, wird nur abgeführt, wenn kein Freistellungsauftrag oder eine NV-Bescheinigung vorliegen.

Eine gewisse Divergenz besteht auch bei thesaurierenden deutschen oder ausländischen Fonds. Deutsche thesaurierende Fonds werden jedes Jahr mit der Zinsabschlagssteuer bedacht, die an das Finanzamt abgeführt wird. Das sind 25% Abgeltungsteuer, 5,5% Solidaritätszuschlag und eventuell die Kirchensteuer. Sollte der Besitzer der Anlageteile, die Steuern schon bezahlt haben, ist ein Nachweis beim Finanzamt zu erbringen. Empfehlenswert ist die jährliche Auflistung der steuerpflichtigen Ertragsthesaurierung separat von den Kapitalanlageerträgen. Thesaurierende ausländische Fonds, die ihr Depot im Inland haben und deren Investmentgesellschaft im Ausland liegt, sind nicht von der Zinsabschlagssteuer betroffen - solange sie nicht verkauft oder vom ausländischen Anteilsscheininhaber zurückgegeben werden. Erst, wenn der Eigentümer die Scheine zurück gibt, ist der Zinsabschlag zu zahlen und die Summe wird nach der Haltedauer nach dem 31.12.1993 auf die jährlich anfallenden Beträge, die einbehalten wurden, erhoben. Rückerstattungen kann der Anteilseigentümer nur bekommen, wenn er durch die Steuererklärung des Vorjahres einen Nachweis gibt.

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