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Welche Faktoren fließen in den Schufa Basisscore ein?
Scoring ist Englisch und bedeutet soviel wie zählen, errechnen, stufen, punkten. Mit diesem Begriff werden Methoden bezeichnet, die systematisch die Wahrscheinlichkeiten für Ereignisse berechnen, die in der Zukunft liegen. Mit diesen Verfahren sollen Entscheidungen unterstützt werden können. Sie werden schon sein geraumer Zeit zum Beispiel in der Finanz- und Versicherungswirtschaft, in der Medizin oder auch im Internet - bei Suchmaschinen - und auch bei meteorologischen Diensten eingesetzt. Eben überall dort, wo Wahrscheinlichkeiten berechnet und kalkuliert werden müssen.



Zu diesen berechneten Wahrscheinlichkeiten gehört zum Beispiel auch, wann und wie ein Kunde seinen Kredit in Zukunft zurückzahlen wird, wenn er ihn überhaupt erhält. Scoring-Verfahren werden im Interesse der Unternehmen eingesetzt, sollen jedoch auch dem Interesse der Kunden dienen, da mit ihrer Hilfe schnell und sicher, aber auch kostengünstig Entscheidungen im Sinne des Kunden getroffen werden können. Dies gilt besonders im Kreditgewerbe und der Versicherungswirtschaft. So sollen durch spezielle Scoring-Verfahren auch dann Kredite vergeben werden können, die sonst als risikobehaftet nicht vergeben werden konnten.

Auch die SCHUFA berechnet Wahrscheinlichkeiten auf diese Art und Weise. Jedoch wird hier grundsätzlich behauptet, dass der Verbraucher-Scorewert (der so genannte Basisscore) ausschließlich auf den zur jeweiligen Person bei der SCHUFA gespeicherten Daten beruhen. Zum Beispiel die Anzahl und Art der beantragten oder aufgenommenen Kredite, die Art und Weise der Rückzahlung (zum Beispiel auch Zahlungsausfälle), seit wann ist die Person im Kreditgeschäft als Kreditnehmer aktiv?

Informationen zur Nationalität, Beruf, Einkommen, Familienstand oder Wohngegend fließen nach eigener Aussage nicht in die Score-Wertung der SCHUFA ein. Solche Darstellungen gibt es angeblich schon lange, da Mitbewerber im Rahmen eigener Scorings mit Werten dieser Art operieren und die so in der Öffenttlichkeit "übertragen" wird.

Zu jeder Person gibt es unterschiedliche Score-Berechnungen. Wichtig für den Verbraucher ist der SCHUFA-Basisscore. Diese Berechnung ist ein von Unternehmen, Branchen, Dienstleistungen oder sonstigen Geschäften unabhängiger Wert und gibt eine Prognose darüber ab, ob eine Person zum Beispiel bei der Vergabe eines Kredites ihren vertraglichen Verpflichtiungen nachkommen wird. Der Basisscore wird anhand modernster statistisch-mathematischer Verfahren berechnet und basiert bei der SCHUFA immer auf ausschließlich den Daten, die über die jeweilige Person hier gespeichert sind.

Dieser Wert wird alle drei Monate neu berechnet und aktualisiert. Die Wahrscheinlichkeit der Erfüllung von Verpflichtungen wird in diesem Wert prozentual dargestellt. Konkret heißt das: Der höchste zu erreichende Wert beläuft sich bei 100 Prozent. Im Rahmen einer Eigenauskunft der SCHUFA erhält die betreffende Person immer den Basisscore als Orientierungswert.

Scorewerte unterliegen jedoch auch einer gewissen Veränderung, denn die gespeicherten Daten können sich aus den unterschiedlichsten positiven oder negativen Gründen verändern. Neues kommt eventuell dazu, andere Daten werden gelöscht. Weiter werde die Score-Modelle selbst modifiziert, um so noch genauere Prognosen liefern zu können. Auch das kann den Basisscore verändern.

Leider legt die SCHUFA ihr Score-Modell nicht offen. Die Aussage dazu lautet, dass dies die Geschäftsbasis sei und so nicht offengelegt werden könne. Weiter unterliege das Verfahren ständiger Überprüfung durch zum Beispiel statistische Beratungslabors und das Statistische Bundesamt.

Generell hat jedoch jede Person die Möglichkeit, schriftlich die Scoreberechnung durch die SCHUFA für sich selbst zu untersagen.

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