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Welcher Kredit für welche Finanzierung?
Mein Haus, mein Auto, meine Yacht - nicht für jeden von uns sind diese Wünsche so einfach und vor allem aus der eigenen Tasche finanzieren. Häufig muss erst ein Kredit die nötige Liquidität liefern. Was im Immobiliengeschäft und im Automobilgeschäft seit Jahren gängige Praxis ist, ist zunehmend auch in anderen Lebensbereichen zu finden: Die Realisierung von Konsumwünschen mittels Kredit. Hier konnten sich zahlreiche Kreditarten entwickeln.



Der bekannteste Kredit ist sicherlich der Dispositionskredit (kurz: Dispo). Entgegen der Annahme vieler Menschen bekommt man den "Dispo" nicht automatisch mit Eröffnung eines Kontos. Gelegentlich wird er jedoch direkt mit angeboten, sonst muss er, wie jeder andere Kredit, erst beantragt werden. Für diesen Kredit ist meist ein festes, regelmäßiges Einkommen erforderlich. Der Dispositionskredit ist ein Rahmenkredit über eine fixe Summe, üblicherweise das 3-fache Nettoeinkommen des Kreditnehmers. Der wesentliche Unterschied zu den meisten anderen Kreditformen ist, dass der Dispo zeitlich unbegrenzt gilt. Es gibt also keinen festen Rückzahlungszeitpunkt. Die Zinsen werden hier auch nur für die in Anspruch genommene Summe und nicht für den Gesamtbetrag berechnet. Diese Kreditart eignet sich lediglich für kurzfristige Kontoüberziehungen da, aufgrund der Möglichkeit den Kredit jederzeit zu tilgen, die Zinsen sehr hoch sind (oft zwischen 12-15 Prozent pro Monat)

Eine andere wichtige Kreditform ist der Ratenkredit. Er dient meist der Anschaffung größerer Konsumgüter wie z.B. einem Auto oder einer Küche. Hierbei wird eine bestimmte Kreditsumme zu einem festen Zinssatz vergeben. Gleichzeitig werden Laufzeiten, Anzahl der Raten und Höhe der Raten sowie anfallende Gebühren vereinbart. Meist wird der Ratenkredit über die Laufzeit in gleichbleibenden Raten bedient, hierbei erfolgt eine Rückzahlung der Schuld und der Zinsen. Wichtigste Kennziffer bei Ratenkrediten ist der effektive Jahreszins, der die Gesamtkosten (inkl. Gebühren etc.) beinhaltet und somit dem Verbraucher als Vergleichsmöglichkeit unterschiedlicher Angebote dient. Die Angabe des effektiven Jahreszinses ist gesetzlich vorgeschrieben.

Abzahlungsgeschäfte - Finanzkauf

Im Grunde genommen stellen diese Formen eine Variante des Ratenkredites dar. Hier wird anstatt der finanziellen Mittel für das Konsumgut, das Konsumgut selbst gewährt. Vorteil: Man kann die Sache direkt mit nehmen und "gebrauchen", meist gibt es auch keine großen Formalitäten. Allerdings zahlt man oft sehr lange daran ab. Risiko ist hierbei, dass man erst mit der letzten Rate das Eigentum an der Sache erwirbt und sollte der teure Fernseher vorher zu Bruch gehen, muss man trotzdem weiterzahlen.

Grundschulddarlehen

Diese Darlehensform ist ebenfalls ein Ratenkredit, der jedoch über eine Grundschuld abgesichert ist. Aus diesem Grund ist diese Kreditform oft sehr zinsgünstig. Viele Immobilienkäufe werden hierüber finanziert. Grundschulddarlehen können zweckfrei (z.B. Kauf eines PKW) oder zweckgebunden sein - dann muss der Kredit zur Finanzierung, Werterhaltung oder Wertsteigerung der beliehenen Immobilie verwendet werden.

Avalkredit

Der Avalkredit ist im eigentlichen Sinne kein Kredit, sondern eher eine Kreditleihe da er eine Eventualschuld darstellt. Die Bank übernimmt z.B. bei einem Mietaval die Bürgschaft für die Kaution. In diesem Fall muss der Mieter keine Kaution hinterlegen.

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