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Weltweite Devisenreserven und deren Wechselkurse
Als Devisenreserven werden die Werte bezeichnet, die von einer Zentralbank oder Notenbank in Form von ausländischen Währungen gehalten werden. Eine Sonderform der Devisenreserven sind die sogenannten Sonderziehungsrechte, einer nur als Buchgeld existierenden künstlichen Währung. Sie wurde vom Internationalen Währungsfonds (IWF) geschaffen, um langfristig im internationalen Handel mit Devisen Liquidität gewährleisten zu können. Wenn ein Mitglied des IWF von diesen Sonderziehungsrechten Gebrauch macht, dann kauft es im Prinzip eine fremde Währung auf Kredit.



Wichtiger für den internationalen Handel mit Devisen sind allerdings die Devisenreserven der verschiedenen Notenbanken der Welt. Vor allem die großen Notenbanken wie die Europäische Zentralbank, die Federal Reserve in den Vereinigten Staaten oder die japanische Zentralbank können durch den Kauf oder Verkauf von Devisen die Entwicklung der aktuellen Wechselkurse stark beeinflussen. Die Entstehung von Devisenreserven lässt sich relativ einfach erklären. Wenn ein Land über Jahre hinweg mehr exportiert als importiert, kommen durch die Käufe ausländische Währungen ins Inland. Ein gutes Beispiel dafür ist zum Beispiel China, wo in den vergangenen Jahren stets hohe Exportüberschüsse zu verzeichnen waren, vor allem im Handel mit den Vereinigten Staaten. Dadurch kamen US-Dollar in großer Menge ins Land, wodurch die Zentralbank wiederum hohe Devisenreserven aufbauen konnte. Durch den Kauf oder Verkauf solcher Devisenreserven kann eine Zentralbank dann den Kurs der eigenen gegenüber ausländischen Währungen beeinflussen. So hätte die chinesische Zentralbank zum Beispiel die Möglichkeit, ihre US-Dollar zu verkaufen.

Dadurch würde der Wert des Dollar gegenüber der chinesischen Währung und wahrscheinlich auch gegenüber anderen Währungen fallen, chinesische Importe aus den Vereinigten Staaten würden dadurch deutlich günstiger. Umgekehrt müssten US-Verbraucher jedoch mehr für chinesische Produkte zahlen, daher müsste der Verkauf der Devisenreserven moderat ausfallen, um nicht das Wachstum der Wirtschaft zu gefährden. Alles in allem werden solche Käufe und Verkäufe vor allem dann durchgeführt, wenn sich die Kurse von zwei Währungen innerhalb kurzer Zeit stark verschieben. Solche Unterschiede können sich negativ auf die Wirtschaft in beiden Währungsräumen auswirken, daher versuchen die Notenbanken teilweise gemeinsam und nach Absprache, die Wechselkurse zu beeinflussen. Dabei werden dann in sogenannten konzertierten Aktionen von beiden Banken die gleichen Währungen gekauft und verkauft, oft werden auf diese Weise die Devisenhändler am Markt ebenfalls beeinflusst. Ist das nicht der Fall, hat die Aktion der Notenbanken hingegen nur eine kurzfristige Wirkung, die den langfristigen Trend nicht umkehrt.

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