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Wenn der Goldpreis steigt ist das kein gutes Zeichen
Anleger, die ihr Geld mit Fonds, Aktien oder gar Derivaten verdienen, sind von Natur aus immer sehr interessiert daran, zu wissen, wie sich der Markt in den nächsten Tagen, Wochen, Monaten und Jahren entwickeln wird. Nur mit einer präzisen Kenntnis des wirtschaftlichen Umfeldes lassen sich nämlich fundierte Anlageentscheidungen treffen, die auch nennenswerte Aussichten auf Erfolg haben. Frühindikatoren aller Art sind deshalb bei Anlegern sehr beliebt. Egal ob man den Indikator nur "Verbrauchervertrauen" oder "Neuinvestitionsindex" nennt, das Ziel der Betrachtung ist immer das selbe - man möchte wissen "wohin die Reise geht".



Ein sehr alter, aber nach wie vor unglaublich zuverlässiger Indikator zur Bewertung der wirtschaftlichen Situation eines Landes und zur Bewertung der Stimmung bei den Anlegern ist der Goldpreis. Eine Einschränkung ist jedoch zu machen: Während es in früheren Zeiten durchaus lokale Unterschiede im Goldpreis gab und die Aussage daher sehr ortgebunden gemacht werden musste, ist der Goldpreis heute ein Weltpreis und sein Nutzen als Indikator ist darum auch eher globaler Natur, denn regionaler.

Die grundsätzliche These, die dem Zusammenhang zwischen Goldpreis und Kapitalmarkstimmung zu Grunde liegt, lautet: "Gold ist eine sichere Anlage - es ist schon seit Jahrtausenden immer beliebt gewesen und wird dies auch in Zukunft bleiben, unabhängig von der wirtschaftlichen Situation eines Landes." Es gibt immer eine gewisse Schicht von Menschen, die sich Gold und Goldschmuck leisten kann und wird - der Goldpreis ist also nicht an die wirtschaftliche Situation gebunden. Zudem wird Gold als Rohstoff in immer mehr Bereichen der modernen (Kommunikations-)Elektronik verwendet. Ein Investment in Gold, so der Glaube der Anleger, ist also gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein "sicherer Hafen" - eine Annahme, die auch durchaus berechtigt ist.

Betrachtet man sich die Entwicklung des Goldpreises über die letzten Jahre, so stellt man jedoch fest, dass dieser mehr oder weniger kontinuierlich gestiegen ist, also nicht nur von wirtschaftlichen Turbulenzen profitieren konnte, sondern auch selber eine fundamentale Wertsteigerung verzeichnen konnte. Besonders der erwähnte Nutzen in der modernen Technik ist hierfür ein ausschlaggebender Grund, aber auch die Erkenntnis, dass die Goldvorkommen endlich sind, spielt hierbei durchaus eine gewichtige Rolle.

Wie dem auch sei, nach wie vor hat Gold seine Funktion als sicheres Investment nicht verloren und so gehen mehr und mehr, auch institutionelle, Anleger, dazu über, sich Gold oder Goldzertifikate ins Depot zu legen und auf diesem Wege einen Teil des Investments auf "sichere Beine“ zu stellen. Aufgrund der großen Sicherheit und der dennoch guten Wertsteigerung kann Gold jedoch auch als "Geldparkplatz" in wirtschaftlich schwierigen Zeiten genutzt werden. Besonders in Crash-Zeiten, wie zum Beispiel in der Zeit nach dem 11. September 2001, erfolgt stets eine regelrechte "Flucht in Gold".

Auch wenn der Goldpreis sich aktuell auf einem sehr hohen Niveau befindet und es in den nächsten Jahren sicherlich zu kurzfristigen Korrekturen kommen wird, ist der langfristige Aufwärtstrend des Goldes eine durchaus sichere Prognose.

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