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Wenn die Kreditraten nicht mehr bezahlt werden können
Wenn ein Kredit aufgenommen wird, gilt als Basis der zwischen Kreditnehmer und Bank vereinbarte Kreditvertrag. In ihm sind sowohl die Kreditsumme als auch etwaige Sicherheiten sowie die Art und Weise der Rückzahlung festgehalten. In der Regel erfolgt die Rückzahlung am Ende eines Kalendermonats, aber auch die quartalsweise Ratenzahlung oder sogar die Rückzahlung zum Ende der Laufzeit sind mögliche Konstellationen.



In jedem Fall ist der Kreditnehmer an die im Kreditvertrag getroffenen Vereinbarungen gebunden. Wird die Ratenzahlung beispielsweise monatlich vereinbart, muss zum Abbuchungstermin immer ausreichend Geld auf dem Konto vorhanden sein. Ist dies nicht der Fall, wird die Bank die Rate mangels Deckung zurückbuchen lassen, was zu einem Ratenrückstand beim Kredit führt.

Ein einziger Ratenrückstand ist hierbei für den Kreditnehmer noch kein Problem. Wird dieser möglichst kurzfristig ausgeglichen, wird die Bank keine weiteren Maßnahmen ergreifen. In jedem Fall wird aber bereits bei kurzzeitigem Verzug das erste Mahnschreiben versandt, in dem dem Kreditnehmer eine Frist von 14 Tagen zum Ausgleich des Rückstands eingeräumt wird. Verstreicht diese Frist, folgt das zweite Mahnschreiben mit der gleichen Frist zum Ausgleich. Wurde der Kreditnehmer auch dann nicht tätig, wird die Bank die Kündigung des Kredites androhen. Eine solche Kündigung ist immer dann möglich, wenn der Kreditnehmer mit drei aufeinander folgenden Kreditraten bzw. mit fünf Prozent der ursprünglichen Kreditsumme in Verzug ist.

Ist die Kündigung eines Kredites ausgesprochen, bleiben dem Kreditnehmer nur noch wenige Tage, diese Summe auszugleichen. Schafft er es nicht, beispielsweise mit Krediten bei anderen Banken oder mit Darlehen aus dem Verwandten- und Bekanntenkreis, hat die Bank das Recht, die gestellten Sicherheiten zu verwerten. Im Fall einer Grundschuld wird die Bank dann die Zwangsversteigerung des Hauses anordnen, wurde eine Lebensversicherung verpfändet, wird diese gekündigt, das Guthaben wird anschließend an die Bank überwiesen.

Die eben beschriebene Prozedur wollen viele Banken jedoch möglichst vermeiden, denn sie ist mit sehr viel Aufwand verbunden, weiterhin erreichen die Sicherheiten selten den Wert der noch offenen Kreditsumme, was zu Abschreibungen und somit zu Verlusten führt. Daher sind die Banken bestrebt, möglichst frühzeitig einen Konsens mit dem Kreditnehmer zu erreichen. Dieser sollte sich daher nicht vor der vermeintlichen Übermacht der Banken verstecken, sondern sofort bei drohenden finanziellen Problemen, zum Beispiel kurz nach dem Erhalt der Kündigung, mit seinem Berater in Verbindung setzen. Oftmals gibt es dann noch die Möglichkeit, die Laufzeit des Kredites zu verlängern, um die Kreditrate zu senken. Auch eine Aussetzung der Rate für einen bestimmten Zeitraum (Bsp. ein Jahr), sind mögliche Alternativen. Sollten trotz all dieser Maßnahmen noch immer Defizite im monatlichen Budget vorhanden sein, müssen die alltäglichen Ausgaben überprüft werden. In den meisten Fällen finden sich auch hier Einsparpotenziale. Sollte es sich bei dem Kredit gar um die Finanzierung eines Autos gehandelt haben, ist auch der Verkauf des Fahrzeugs zu prüfen.

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