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Wer kein Girokonto besitzt hat einige Probleme im Alltag
Viele Verbraucher haben einen oder mehrere Kredite. Das ist solange harmlos, wie ein regelmäßiges und angemessenes Einkommen existiert. Bei einigen Menschen können Entwicklungen wie plötzliche Arbeitslosigkeit, unvorhergesehene Ausgaben nach einem Unglück wie einem Brand beispielsweise und möglicherweise riskante Geldanlagen zu einer Situation führen, wo sie Privatinsolvenz anmelden müssen. Eine der Folgen dieser privaten Zahlungsunfähigkeit kann der Verlust des eigenen Girokontos sein.



Bei näherer Sicht auf einen Beispielfall ist zu erkennen, dass der Betroffene nach einer Scheidung, einer gescheiterten Selbstständigkeit als Unternehmer und damit verbunden einer hohen Schuldensumme jedoch auch durch eigenes Verhalten dazu beitrug, dass die Bank sein Girokonto auflöste. Er zahlte seine Kreditraten nur unregelmäßig zurück und erhielt negative Schufa-Einträge.

Ohne Konto entstehen große Schwierigkeiten im Alltag, etwa bei der Wohnungssuche und bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz. Vermieter und ebenso Arbeitgeber wollen eine Kontonummer sehen, wenn diese nicht angegeben werden kann, sinken die Chancen des Bewerbers rapide. So kann ein Betroffener in einen Teufelskreislauf geraten: ohne Girokonto bekommt er keinen Arbeitsplatz und ohne regelmäßiges Einkommen gibt ihm die Bank kein neues Konto. Dabei droht der Rauswurf durch eine Bank nicht nur wegen negativer Schufa-Eintragungen, oftmals reichen schon mehrfach geplatzte Lastschriften aus. Durch den Verlust des Kontos hat der betroffene Verbraucher neben den Problemen bei der Wohnungs- und Arbeitsplatzsuche aber zahlreiche weitere Probleme im Alltag. Denn im Normalfall laufen alle Zahlungen der monatlichen Kosten wie Miete, Telefon, Strom, Versicherungen, Wasser und andere Posten der Grundversorgung heutzutage über ein Girokonto. Mit der nun noch bestehenden Möglichkeit, die monatlich fälligen Geldbeträge per Überweisung vorzunehmen, steht der kontolose Mensch vor einem weiteren Problem. Die Überweisung ist ohne Girokonto sehr kostenintensiv, so verlangen die Banken bis zu 10 Euro Gebühren für einen Überweisungsvorgang - Geld was viele Menschen in dieser Lage gar nicht haben.

Schwierigkeiten gibt es nicht nur bei der Arbeitsplatzsuche, Probleme zeigen sich ebenso beim Erhalt eines bestehenden Arbeitsplatzes: der Arbeitgeber kann das Gehalt nicht mehr wie gewohnt überweisen, zudem wird er möglicherweise generell misstrauisch gegenüber seinem Angestellten, wenn dieser kein Girokonto mehr besitzt. Weitere Probleme im Alltag, die ein kontoloses Leben nach sich zieht, sind hohe Gebühren beim Einlösen von Barschecks und die Tatsache, dass ein Auto nicht ohne ein bestehendes Girokonto angemeldet werden kann. Gerade wenn Rechnungen dann bar in den Unternehmen gezahlt werden müssen, um beispielsweise weiterhin Strom, Wasser, Gas und Telefon zu bekommen, müssen oftmals viele Kilometer gefahren werden - ohne Auto kann das zu einer zeitaufwendigen Tortour werden.

Verbraucherberatungen geben kontolosen Hilfesuchenden den Tipp, dass Sie sich bei ihrer Bank auf deren Selbstverpflichtung berufen sollen und auf ein Konto auf Guthaberbasis bestehen sollen. Dieses Guthabenkonto wäre dem kontolosen Verbraucher eine große Hilfe, da es wie jedes Girokonto funktioniert, mit den Ausnahmen, dass es keine EC-Karte und keinen Überziehungsrahmen gibt.

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