Srbg.de - H O M E
Themen rund um Geld und Finanzen zu den Bereichen Geldanlage, Finanzplanung und Finanzierung




Letzte Beiträge
Kategorien
Meta
Archiv und Websuche


Wie Geld anlegen in unsicheren Zeiten?
Nach mehreren Jahrzehnten stabilster Währungen hat sich in den westlichen Industriestaaten wieder eine Inflation entwickelt, die von Jahr zu Jahr zunimmt. Steigende Energiepreise treiben die Verbraucherkosten direkt durch Heizungs-, Strom- und Mobilitätskosten und indirekt und höhere Lebensmittelpreise in die Höhe. Den Regierungen der hoch verschuldeten Staaten kommt die Geldmehrung zur Reduzierung der Schuldenberge recht. Der drohende Wirtschaftsabschwung und die weltweit beginnende Rezession bedroht Arbeitsplätze und damit die regelmäßigen Einkommen der Haushalte. Die Energie- und Rohstoffknappheit, die Verlagerung des wirtschaftlichen und finanziellen Mittelpunktes der Welt in den asiatischen Raum, die Klimaveränderungen und die drohende Kriegsgefahr im Iran stellen für alle Anleger große Unsicherheiten dar.



Wer sein Vermögen langfristig sichern möchte, kann auf die Anlageformen der vergangenen Jahre, nämlich Aktien und Anleihen boomender westlicher Unternehmen oder gar Festgelder in US-Dollar oder Euro, nicht mehr ohne Weiteres setzen. Die Verteilung des Vermögens auf die verfügbaren Asset-Klassen muss neu überdacht und den veränderten Bedingungen der Weltwirtschaft angepasst werden.

Niemand kann sicher voraussagen, ob die Weltwährungen US-Dollar und Euro auf Dauer stabil oder überhaupt bestehen bleiben. Der Rubel und der Renminbi werden an Bedeutung gewinnen, sind aber für europäische Anleger allein schon aufgrund der großen Entfernung nicht attraktiv. Solange die Kapitalzinsen zumindest leicht über der Inflationsrate liegen, ist ein großer Bargeldbestand von Vorteil, wenn er kurzfristig verfügbar bleibt. Auf lange Sicht gebundene Festgelder stellen dagegen ein großes Risiko dar.

In Rohstoffe kann aufgrund der Vielzahl seriöser Zertifikate gut investiert werden. Rohstoffe werden in allen Bereichen immer knapper, da der Verbrauch in den riesigen Schwellenländer auf mittlere und lange Sicht ständig zunehmen wird. Dennoch kann die Auf- und Abwärtsbewegungen der Bewertung der Zertifikate an den Börsen nur von Fachleuten vorausgesehen werden, die ständig bestens informiert sind. Privatanleger können dies normalerweise im Alltag nicht leisten.

In unsicheren Zeit nehmen viele Anleger immer wieder Zuflucht auf Gold - zurecht. Das Edelmetall ist nur begrenzt verfügbar und erfüllt seine Aufgabe als Vermögensanlage seit Jahrtausenden. Physisches Gold kann leicht erworben und auch wieder veräußert werden. Der große Nachteil ist die aufwändige Lagerung: ein kostenpflichtiger Banksafe ist auch für den Privatanleger Pflicht. Obwohl der Goldkurs auf lange Sicht aufgrund der inflationären Schwäche der Weltwährungen auf lange Sicht deutlich steigen wird, sollte ein Anleger mit Bedacht investieren. Gründliche und zuverlässige Hintergrundinformationen sind Voraussetzung für eine gewinnbringende Investition. Goldkäufe sollten nur in Schwächeperioden des Goldkurses vorgenommen werden. Ein Anleger muss auch beachten, dass die Lagerung von Gold keinen Cent Zinsen einbringt, sondern nur Depotkosten verursacht.

Auf lange Sicht führt am Erwerb von werthaltigen und dividendenstarken Aktien kein Weg vorbei. Damit sind die Aktien global agierender Konzerne in der Lebensmittelbranche, im Maschinenbau- und Elektronikbereich, aber auch große Unternehmen in der Informationsverarbeitung gemeint. Diese Großunternehmen überstehen auch wirtschaftlich schwierige Zeiten und garantieren durch die jährliche Dividende eine Verzinsung der Anlage.

Ähnliche Beiträge:
Copyright © 2003- - Alle Rechte vorbehalten - - -