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Wie hoch wird eine Abfindung besteuert?
Immer häufiger kommt es heutzutage zur Zahlung einer Abfindung, wenn ein Arbeitsverhältnis aufgelöst wird. Das Ziel der Abfindung ist es, den finanziellen Verlust, der durch den verlorenen Arbeitsplatz entsteht, auszugleichen oder zumindest etwas abzuschwächen. Die Abfindung wird dabei häufig genutzt, um die Arbeitnehmer von der Unterschrift eines Aufhebungsvertrages zu überzeugen.



Allerdings gewähren Arbeitgeber oftmals eine Abfindung auch bei einer betriebsbedingten Kündigung. In jedem Fall sollte man sich als Arbeitnehmer aber darüber im Klaren sein, dass es keinerlei Rechtsanspruch auf eine Abfindung jedweder Art gibt. Vielmehr ist es so, dass man damit rechnen muss, dass die Abfindung eine freiwillige Leistung der Arbeitgeber ist. Dennoch haben sich hier bestimmte Werte in den letzten Jahren durchsetzen können. Meist wird die Abfindung dann berechnet, indem man die Anzahl der Jahre der Betriebszugehörigkeit zugrunde legt und diese mit einem halben Monatsgehalt multipliziert. Daraus ergibt sich dann die gesamte Abfindungssumme, sodass bei langer Beschäftigungszeit schon ein stattliches Sümmchen zusammen kommen kann.
Stets sollte man jedoch bedenken, dass die Abfindung genau wie jeder andere Arbeitslohn versteuert werden muss. Seit dem Stichtag 01.01.2006 wurden sämtliche Freibeträge für die Abfindungen vollkommen gestrichen, sodass eine Abfindung heute ab dem ersten Euro versteuert werden muss. Dennoch hat der Staat seine Bürger mit den Zahlungen von Abfindungen nicht vollends im Stich gelassen, sondern vielmehr die Möglichkeit gegeben, die 1/5-Regelung anzuwenden. Dabei geht man davon aus, dass die Abfindung über einen Zeitraum von fünf Jahren in fünf gleich großen Raten gezahlt würde. Das heißt, man kann davon ausgehen, dass die Steuerlast für die Abfindung sich so errechnet, als hätte man in jedem Jahr nur einen Teil davon erhalten. Allerdings muss die sich hieraus ergebende Steuer sofort im Jahr der Zahlung der Abfindung gezahlt werden.
Wurde das Arbeitsverhältnis zum Jahresende gekündigt, die Abfindung jedoch erst im neuen Jahr gezahlt, so ist diese auch erst im neuen Jahr zu versteuern. Dabei spricht man steuerlich gesehen dann vom so genannten Zufluss Prinzip. Das bedeutet, man kann davon ausgehen, dass die Abfindung, die erst im Jahr nach dem Beschäftigungsende ausgezahlt wird, versteuert werden muss. Dadurch kann man sich jedoch einen Großteil der Steuern zurück holen, da man oftmals arbeitslos ist und die Einnahmen kaum ausreichen, um eine entsprechend hohe Steuer zahlen zu müssen.
Angegeben werden muss die Abfindung bei der jährlichen Steuererklärung in jedem Fall. Dabei erfolgt die Angabe der Abfindung in der Anlage N der Steuererklärung als Einnahmen aus nichtselbstständiger Tätigkeit. Verschiedene Kosten, die steuerlich mindernd abgesetzt werden können, werden dabei ebenfalls berücksichtigt und verringern damit das zu versteuernde Einkommen.

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